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Schneeschuhtour
1 Person
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
gut
Oben: Bruchharsch
Unten: Bruchharsch
Gleich wie Lawinenbulletin wahrgenommen
Tourenbeginn um 07:25 Uhr bei -3°C unter klarem Himmel und kaum Fönwind. Schneeschuhe am Ende des geräumten Teersträßchens nach dem Hoflädali Oberhus angeschnallt. Der Schnee am Scalagrat war nicht verfestigt und rutschig. Lediglich eine verblasene Abfahrskispur war dort noch erkennbar. Eine Ss-Spur führte ab Beginn des Spalagrates nach links in die Südflanke. Die Südflanke war jedoch nur noch mit Schneeflecken beschickt. Ursprünglich hatte ich vor, mehr oder weniger der Sommerroute über den Westgrat zu folgen und zur Rot Flua aufzusteigen. Jedoch wegen dem tückischen Rutschschnee unterließ ich das und versuchte soweit westlich wie möglich über die Südflanke zu traversieren, um dann zum kleinen Joch am unteren Ende des kurzen Ostgrates der Rot Flua wieder aufzusteigen. Das war jedoch keine gute Idee, denn der dort unberührte Schnee in den Mulden und Senken war nicht verfestigt und ich brach trotz Schneeschuhe knietief ein ständig begleitet mit den unangenehmen Setzungsgeräuschen, wenn die Spannungen zwischen den Schichten rissen. Insofern ließ ich nach der Wühlerei von meinem Vorhaben ab, steuerte das Mini-Hüttchen am P 2142 an und machte dort Rast auf dem Sitzbrett vor der Tür.
Ausblick hat man vom Gipfel nach Westen zum nahen Unterhorn und Oberhorn (Piz Fess dahinter), rechts davon der Tällistock. Weiter im Nordwesten oberhalb und hinter dem Rheingraben die weißen Hauben vom Obaralpstock und Tödi rechts davon. Im Norden präsentieren sich oberhalb der Ort Laax und Flims der Bündner und Glarner Vorab, weiter rechts davon der Piz Segnas. Rechts von Flims blickt man auf die Felswand vom Pinot und davor in die Rheinschlucht, dem „Grand Canyon“ der Schweiz. Im Nordosten erkennt man links oberhalb von Chur Haldensteiner und Felsberger Calanda. Weitsicht hat man über die Gipfel des Prättigau bis zu den Furkahörnern.
Am Mini-Hüttchen (P 2142) führt die Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und Dongguk Universität Seoul in diesem Winter ein Experiment durch zum Gefrieren und Auftauen des Bodens, indem Temperatur und Feuchtigkeit gemessen wird und eine akustische Aufzeichnung z.B. von Bodentieren erfolgt. Deswegen stehen dort z.Zt. eine Box zur Spannungsversorgung der Sensoren und ein Metallstab mit den Registrierelementen an der Hinterseite.
Im Aufstieg kam mir eine einheimische Fußgängerin beim Allmeinihütta entgegen, welche den Scalagrat bis ca. 200 m vorm Gipfel auf und abstieg und von dort den Sonnenaufgang beobachtete. Am Gipfel traf ich auf einen Skitourengänger, der seine Ski am unteren Ende der schneearmen Südflanke deponierte und zu Fuß über diese auf- und abstieg. Gegen Mittag kamen mir dann im Abstieg bei Bleichtaboda 3 Fußgänger und ein Hund entgegen.
Verhältnis Bilder
Persönliche Bilder
Letzte Änderung: 09.02.2026, 20:05Aufrufe: 240 mal angezeigt

Metadaten

Kartenmaterial

Kartenmaterial Ergänzend:

Swisstopo 5002: Chur- Arosa - Davos, M: 1:50000; Kompas 123: Flims, Surselva, Valser Tal, M: 1:50000,Swisstopo 1215: Thusis, M: 1:25000; Swisstopo 257S: Safiental, M: 1:50000; Swisstopo 5002: Chur- Arosa - Davos, M: 1:50000; Kompas 123: Flims, Surselva, Valser Tal, M: 1:50000

Lawinenrisiko-Indikator (Prognose)

Lawinenprognose

Webcams

Schlüechtli (2283m)

Überschreitung (Tenna – Usserbärg – P 1730 - Allmeinihütta - Tenner Chrüz – Scalagrat – Südflanke – P 2142 – Bleichtaboda – Püscha – Tenna)

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Schneeschuhtour

WT 3

660 hm

4.7 h

Karte