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Hochtour
2 Personen
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Schneefelder im Zustieg gingen gut ohne Steigeisen. Hinauf zum westlichen Gerenpass haben wir Steigeisen angelegt, je nach Härte des Schnees ginge es aber sicherlich ohne. Bis zum Gipfel Poncione di Manio ist der Grat komplett schneefrei, trocken und wunderbar zu klettern. Weg rüber zu P2880 hat teilweise Wechten bzw. Schnee. Wir sind aus diesem Grund früher Nordseitig vom Grat abgestiegen und über den Schnee zum See und weiter den Pass hinunter. Schnee bis ca 2400m, ab dann freier Weg bis zur Hütte. Flüsse führen sehr viel Wasser und müssen mit einem beherzten Sprung überwunden werden oder auch nicht :D Siehe Fotos.
Der Schnee wird sicherlich noch ein paar Wochen bleiben, da noch reichlich vorhanden.
Wunderschöner Klettergrat mit anspruchsvoller Routenfindung und einer guten Portion Abenteuer. Wir haben auf der ganzen Tour einen einzigen Schlaghaken sowie kaum Begehungspuren gesehen. Waren die Einzigen in der Tour.

Ergänzungen zum Topo aus Führerbuch Urner, Glarner Tessiner Alpen aus dem topo.verlag (1. Auflage) :

Die Tour ist im Führer mit ZS+ 4c (E3) angegeben.

Westgrat unterer Teil
1. SL 3b
links bleiben und teilweise ausgesetzt über die Nordseite klettern. Stand oberhalb der Plattform an einem Zacken vor einer senkrechten Wand mit einer Schuppe.
2. SL 3c A0
Die A0 Stelle ist eine Kordel die eventuell an der Schuppe herunter hängt. Tat sie bei uns nicht was zu einiger Verwirrung führte bzgl. Weiterweg, da wir nicht wussten ob wir richtig waren. Versuch über ausgesetzte Rampe links wurde wegen fehlender grossen Cams abgebrochen. Sind dann beherzt die Schuppe hoch geklettert und da lag dann auch die Schlinge :) Der Einzelzug über die Schuppe ist ca 5b/5c.
3. SL + 4. SL
Wir haben sie zusammengefasst und sind nach rechts über die Platte in die Rinne geklettert und dann über den kleinen Überhang mit dem festsitzenden Friend drüber geklettert. Vorsicht lose Blöcke!

Die angegebene Weisse Platte ist schwer zu erkennen und ist eine schöne Risskletterei an deren Ende man dan merkt, dass es nicht mehr weiter geht. Kann aber auch von dort abgestiegen werden.

Westgrat mittlerer Teil:
der 2c Turm ist eine schöne Risskletterei, nicht verleiten lassen zu hoch zu klettern nur weil dort die Risse so schön sind.

Der Abseilstand wurde von uns verstärkt. Abklettern ist NICHT zu empfehlen. Ein einziger Trümmerhaufen. Auch beim Abseilen haben sich einige Steine gelöst. Vorsicht beim Werfen der Seile. In der Scharte bläst es gewaltig…

Die Kletterei weg von der Scharte ist zumindest in der Querung teilweise sehr brüchig. Oben an der kante wackelt ein Riesen Block, darum besser nachh dem ersten Aufschwung tief bleiben und dann erst aussteigen. Es kann gut sein, dass der direkte Weg über die Kante angenehmer ist.

Abseilstelle an P2910 haben wir nicht gesehen, konnten aber problemlos abklettern.

Westgrat oberer Teil:
Abseilstelle sah von oben für unser 50m Seil zu tief aus und wir sind recht weit abgestiegen und über Grasbänder gequert. Von unten sah es jedoch nach max 20m aus.

Tolle Tour mit Abenteuer Charakter.

Obwohl wir viel simultan geklettert sind und nur wenige Seillängen durchgesichert haben, hat uns die Wegfindung, das Abseilen, sowie die Steigeisen für Zu und Abstieg ordentlich Zeit gekostet. Haben gute 10.5 Std. vom Auto an der Bushaltestelle Cruina bis zur Cap. Pianesco gebraucht.

Material:
50m Einfachseil, ausreichend Schlingen, Standmaterial, Reepschnüre für Abseilstellenverstärkung, Keilset, 5 BD C4 bis Gr 1. Haben nur einmal einen Friend und einen Keil gesetzt, man kann sicherlich auch ohne auskommen. Wir hatten Steigeisen und Pickel dabei und es nicht bereut.
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Letzte Änderung: 26.06.2018, 11:26Aufrufe: 1950 mal angezeigt

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Poncione di Manio (2924m)

Gesamtüberschreitung des Westgrat über vier Gipfel - Abstieg zur Capanna Piansecco

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