Tour de la Meije24.04.2026
Routenbeschreibung
Meije Orientale (3891m)
Tour de la Meije
Derzeit noch sehr gute Verhältnisse auf dem Gipfelaufstieg/Abfahrt Meije Orientale. Die Querung zum Gipfelgrat geht noch mit Ski (oder leichter mit Steigeisen), das Eis rückt aber näher. Skidepot unterhalb oder oberhalb der Querung. Die kurze und griffige IIer Kletterei auf dem ersten Turm haben wir seilfrei gemacht, bei Bedarf ist BH/Abseilstelle eingerichtet. Der Weiterweg zum Gipfel bereitet im derzeit guten Trittschnee keine Schwierigkeiten. Phenomenale Aussicht vom Gipfel auf die Nadel Doigt de Dieu (wurde auch gemacht) und über das gesamte Gebiet.
Laut der Aussage des charismatischen Bergführers Jean-Yves soll die direkte Ostabfahrt von der Meije Orientale die beste Abfahrt in ganz Dauphiné sein - wir mussten ihm Recht geben und um kurz vor 10 haben wir diese fast 2000hm lange, gewaltige Zigzagabfahrt zwischen den Séraczonen des Glaciers de l'Homme im perfekten Firn erwischt. Mit einer kurzen Unterbrechung kann man noch bis zum Bach auf Ski abfahren. An der Romanche dann wunderschön ca 20min zum P in Pont d'Arsine tragen.
Wir haben die Meije Orientale im Rahmen einer 5tägigen Durchquerung gemacht, in diesem Teil vom Refuge du Pavé über col du Pavé zum Refuge du Promontoire und weiter zum Refuge de l'Aigle. Die Brèche de la Meije ist im guten Trittschnee bequem passierbar, der Abstieg auf den Glacier de la Meije ist derzeit noch gut zu Fuß machbar (ansonsten 45-50m Abseil). Es folgte eine kurze ausgesetzte Abfahrt im harten Schnee, dann ebensolcher Aufstieg und eine kurze Querung im Abfahrtsmodus bis zum Einstieg in die Passage du Serret du Savon - der viel diskutierten Schlüsselstelle der gesamten Durchquerung. Hier zuerst 10m linksrum hoch im Trittschnee zum ersten Standplatz , BH. Hier ist die Rinne bei vorausgehenden Seilschaften extrem steinschlägig und aufgrund eines Abgangs schneefrei mit einem dünnen Streifen Blankeis. Allerdings ist dieser Abschnitt gut abgesichert und entgegen der Empfehlungen kommt man auch mit nur einem guten Pickel derzeit zurecht, da man an den Begrenzungsfelsen gute Griffe findet und die Rinne nirgendwo mehr als 50Grad Steilheit erreicht. Eine kleine Eisstufe weiter oben kann man zusätzlich mit einer Eisschraube nachsichern. Im oberen Teil hat die Rinne dann gute Tritte im harten Schnee, es kann bei Bedarf an den linken Felsen mit Friends/Schlingen oder mit Ski/Pickel im Schnee nachgesichert werden.
Insgesamt hat es nicht viel Schnee in der Gegend und die Übergänge werden zunehmend trockener/eisiger und anspruchsvoller. Dafür war die LL derzeit gegen Null und der Schnee schon fast sommerlich entwässert, was einen späteren Aufbruch bzw. längere Tagesetappen erlaubt.
Für den ersten Teil unserer Durchquerung gibt es einen separaten Eintrag La Grande Ruine.
Eine schroffe und beeindruckende Gegend mit vielen tollen Gipfeln, exponierten Passagen und vielen Wechselzonen, die Hütten oft luftig und hochgelegen, einfach aber gut geführt und chapeau insbesondere an die toughen Wirtinen!
Laut der Aussage des charismatischen Bergführers Jean-Yves soll die direkte Ostabfahrt von der Meije Orientale die beste Abfahrt in ganz Dauphiné sein - wir mussten ihm Recht geben und um kurz vor 10 haben wir diese fast 2000hm lange, gewaltige Zigzagabfahrt zwischen den Séraczonen des Glaciers de l'Homme im perfekten Firn erwischt. Mit einer kurzen Unterbrechung kann man noch bis zum Bach auf Ski abfahren. An der Romanche dann wunderschön ca 20min zum P in Pont d'Arsine tragen.
Wir haben die Meije Orientale im Rahmen einer 5tägigen Durchquerung gemacht, in diesem Teil vom Refuge du Pavé über col du Pavé zum Refuge du Promontoire und weiter zum Refuge de l'Aigle. Die Brèche de la Meije ist im guten Trittschnee bequem passierbar, der Abstieg auf den Glacier de la Meije ist derzeit noch gut zu Fuß machbar (ansonsten 45-50m Abseil). Es folgte eine kurze ausgesetzte Abfahrt im harten Schnee, dann ebensolcher Aufstieg und eine kurze Querung im Abfahrtsmodus bis zum Einstieg in die Passage du Serret du Savon - der viel diskutierten Schlüsselstelle der gesamten Durchquerung. Hier zuerst 10m linksrum hoch im Trittschnee zum ersten Standplatz , BH. Hier ist die Rinne bei vorausgehenden Seilschaften extrem steinschlägig und aufgrund eines Abgangs schneefrei mit einem dünnen Streifen Blankeis. Allerdings ist dieser Abschnitt gut abgesichert und entgegen der Empfehlungen kommt man auch mit nur einem guten Pickel derzeit zurecht, da man an den Begrenzungsfelsen gute Griffe findet und die Rinne nirgendwo mehr als 50Grad Steilheit erreicht. Eine kleine Eisstufe weiter oben kann man zusätzlich mit einer Eisschraube nachsichern. Im oberen Teil hat die Rinne dann gute Tritte im harten Schnee, es kann bei Bedarf an den linken Felsen mit Friends/Schlingen oder mit Ski/Pickel im Schnee nachgesichert werden.
Insgesamt hat es nicht viel Schnee in der Gegend und die Übergänge werden zunehmend trockener/eisiger und anspruchsvoller. Dafür war die LL derzeit gegen Null und der Schnee schon fast sommerlich entwässert, was einen späteren Aufbruch bzw. längere Tagesetappen erlaubt.
Für den ersten Teil unserer Durchquerung gibt es einen separaten Eintrag La Grande Ruine.
Eine schroffe und beeindruckende Gegend mit vielen tollen Gipfeln, exponierten Passagen und vielen Wechselzonen, die Hütten oft luftig und hochgelegen, einfach aber gut geführt und chapeau insbesondere an die toughen Wirtinen!
Für die Passage du Serret du Savon bei evtl. sich noch verchlechternden Verhältnissen 2 Pickel/Eisgerät angenehm, 3 Eisschrauben
Verhältnisse zu dieser Route
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