Routenbeschreibung
Sigriswilergrat (2051m)
Schwanden/Sagi – Stapf – Oberi Matte – Zettenalpegg – Tunneleingang P 1811 – Schafloch – Schnyde (P 1855) – Geyerhorn – P 1941 - Mittaghorn – Stäpfli / Schafläger – P 1811 – Zettenalpegg – Oberi Matte – Stapf – Schwanden/Sagi
Anfahrt:
Von Westen (Thun), oder Osten (Interlaken) fährt man am Nordufer des Thuner Sees bis Sigriswil. Von dort dann nordwärts nach Schwanden und weiter bis zum Ende der Straße in Schwanden Sagi (1077 m). Bei der Wendeschleife und Endhaltestelle (Säge) vom Bus gibt es einen kleinen geteerten Parkplatz und ein öffentliches WC am Schwandenallminweg.
Route: 15 Km ; (Schwierigkeit: T3):
Schwanden/Sagi – Stapf – Oberi Matte – Zettenalpegg – Tunneleingang P 1811 – Schafloch – Schnyde (P 1855) – Geyerhorn – P 1941 - Mittaghorn – Stäpfli / Schafläger – P 1811 – Zettenalpegg – Oberi Matte – Stapf – Schwanden/Sagi
Man beginnt die Tour ab dem Wegweiser beim Parkplatz und wandert auf der Stampfstraße ostwärts bis zur Rechtskurve, wo man die Straße geradeaus auf rot-weiß signalisiertem Grasweg abkürzt. Beim 600 m3 fassenden Trinkwasser-Reservoir Stampf (1156 m) trifft man wieder auf die Straße , welche man aber wieder in deren Rechtskurve geradeaus verlässt. Nach 35 min. ist man beim Wegweiser Stampf (1265 m) angelangt und wandert wieder auf der Stapfstraße ostwärts bis halb links wieder ein abkürzender Wiesenweg abzweigt. Auf diesem erreicht man durch eine breite Waldschneise das Gehöft Oberi Matte (30 min.). Beim dortigen Wegweiser (1391 m) biegt man nach rechts ab und wandert auf einem Teersträßchen ca. 200 m in südliche Richtung, wo dann ein Forstweg nach links abbiegt (Wegweiser). Diesem folgt man durch den Habrichtwald. Bei einer Gabelung hält man sich links. In nordöstliche Richtung wandert man Höhe gewinnend weiter auf einem steinigen breiten Hohlweg. Nach 20 min. erreicht man den Sattel Zettenalpegg mit einem Wegweiser (P 1583). Dort biegt man rechts ab in Richtung Sigriswilergrat. Auf einem rot-weiß signalisierten Bergpfad nähert man sich nun in südöstliche Richtung in kurzen Kehren hinauf den Felsen. In einem kleinen steilen Felsenkessel erkennt man an rechter Bergwand das Stollenloch vom Schafloch-Tunnel und rechts daneben eine im Fels eingemauerte Schießscharte. Der Wanderweg führt weiter oben dann in Kehren nach links hinauf zum Grat. Auf diesem kommt man auf dem Rückweg wieder hierher. Den westseitigen Tunneleingang hat man nach 50 min. erreicht, indem man über eine waagerechte Alu-Leiter läuft. An der Felsseite gibt es noch ein kurzes 10 mm dünnes Drahtseil als Handlauf (1811 m). Für den Durchgang des 610 m langen Stollens durch das Sigriswiler Rothorn benötigt man zwingend eine Stirn- oder Handlampe. Im II. Weltkrieg wurde der Verbindungs- und Logistikstollen gebaut und stellte die „Sperrstelle Schafloch“ dar. Diese bot der Réduit-Brigade 21 einen geschützten Übergang. Zur Materialversorgung hatte man Seilbahnen gebaut, deren Überreste man noch im Justistal sieht. Die Talstationen standen an der Alphütte Rossschatte und am Chlyns Mittelbärgli. Hätten im Kriegsfall die Truppen die Höhen von Heiligenschwendi dem Feind überlassen müssen, sollte durch diesen Stollen der Nachschub der Truppen ins Justistal sichergestellt werden. Während des „Kalten Krieges“ bis Ende der 1980er Jahre war die Anlage offiziell geheim und nicht öffentlich zugänglich. Danach ging die Höhle an die Gemeinde Sigriswil über. Der Stollengang im östlichen Bereich ist noch im grob behauenen Zustand und man läuft über Geröll. Bei einer Verzweigung hält man sich links. An einem ehemaligen Waffenstand befinden sich 2 Katzenaugen mit der Beschriftung „Ausgang“ und „kein Ausgang“ nebst Richtungspfeile. Danach wird der Tunnel breiter. An einer Stelle ist von der Decke und Seite Material ausgebrochen, welches auf dem Boden angehäuft liegt. Dies lässt sich jedoch problemlos übersteigen. Zwischendurch tropft es an 2 Stellen von der Decke. Nach halber Länge ist der Durchgang zwischendurch ausbetoniert und der Boden eine ebene Schotterfläche. Schließlich hatte man den Durchstich begonnen aus östlicher Richtung, wo es die beiden Seilbahnen gab. An rechter Tunnelseite gibt es einen wannenförmigen Kabelschacht, welcher mit Betonfliesen abgedeckt ist. Ein Originalkabel liegt noch drin. Nach 25 min. kommt man beim ostseitigen Schafloch heraus (1774 m). Dies ist eine natürliche Grotte, in welcher bis 1930 noch Gletschereis vorhanden war. Im Sommer hielten sich dort die Schafe auf, weshalb der Name entstand. Wegen dem Durchstich gab es dann einen Wärmeaustausch durch die Luftzirkulation und das Eis schmolz weg. Links und rechts an der Grotte hatte man die Waffenstellungen gemauert. Der Grotteneingang ist inzwischen durch einen Maschendrahtzaun gesichert, der über eine Bockleiter überstiegen wird, so dass keine Schafe mehr dort hineinfinden. 5 m unterhalb der Grotte trifft man auf den Querweg Underer Rothornzug. Dort steht ein Wegweiser, wo ein Bergpfad abzweigt hinunter nach Flüeloui im Justistal. Man durchquert nun den Bergkessel Vorderes Schaflager auf dem Panoramapfad in nordöstliche Richtung zum Wegweiser an einer Picknickbank. Danach kommt man an einer kaum noch wasserführenden Quelle vorbei. Der Taversalsteig führt weiter entlang der steilen SO-Flanken vom Sigriswilergrat. Im Bereich des Wandele ist die Bergseite nicht so steil und es gibt einen kaum noch sichtbaren Pfad hinauf zum P 1941 auf dem Grat. Der Steig Underer Rothornzug führt danach hinauf zum Wegweiser etwas oberhalb vom Schaflägersattel (1 Std.). 100 m weiter steht im Sattel der Wegweiser Schnyde Pkt.1855. Von dort sieht man auf der Ostseite ca. 70 m hinab das Schäferhüttli. Man befindet sich im kantonalen Wildschutzgebiet Justistal Zone 1a (grünes Schild am Wegweiser Schnyde). Zum nördlichen Gipfel Burst kommt man in 1¼ Std. entweder weiter über die SO-Flanke, indem man zum Schäferhüttli absteigt, oder über die NW-Flanke Hinders Schafläger. Zurück dann wieder auf einem der beiden Pfade. Vom Pkt.1855 gelangt man nun über der den Sigriswilergrat zurück in Richtung Rothorn. Ca. 400 m verbleibt man auf dem Grat. Dann weicht der rot-weiß markierte Steig etwas nach rechts ab. Der erste Gipfel ist dann P 1984. Bergfreunde hatten diesen im Jahr 2003 als Geyerhorn benannt, was jedoch auf den Landkarten nicht eingetragen wird. Den Gipfelstein ziert ein aus Blech gefertigter Geier. Dort befindet sich auch eine Blechschachtel für das Gipfelbuch. Weiter in südliche Richtung folgt man den Grat hinab in den flachen Sattel P 1941 und dann wieder rechts haltend auf dem rot-weiß markierten Bergweg, oder direkt über das Mittaghorn (2014 m), auf dem ein Steinmann steht. Nach 55 min. kommt man beim Wegweiser Stäpfli / Schafläger (1921 m) auf dem Gratsattel an. Von hier steigt man rechts hinab, traversiert eine Kesselflanke und kommt in Kehren hinab zum P 1811 beim Stolleneingang ehemaliger „Sperrstelle Schafloch“. Von hier weiter zurück nach Sagi wie aufgestiegen in 2 Std.
Von Westen (Thun), oder Osten (Interlaken) fährt man am Nordufer des Thuner Sees bis Sigriswil. Von dort dann nordwärts nach Schwanden und weiter bis zum Ende der Straße in Schwanden Sagi (1077 m). Bei der Wendeschleife und Endhaltestelle (Säge) vom Bus gibt es einen kleinen geteerten Parkplatz und ein öffentliches WC am Schwandenallminweg.
Route: 15 Km ; (Schwierigkeit: T3):
Schwanden/Sagi – Stapf – Oberi Matte – Zettenalpegg – Tunneleingang P 1811 – Schafloch – Schnyde (P 1855) – Geyerhorn – P 1941 - Mittaghorn – Stäpfli / Schafläger – P 1811 – Zettenalpegg – Oberi Matte – Stapf – Schwanden/Sagi
Man beginnt die Tour ab dem Wegweiser beim Parkplatz und wandert auf der Stampfstraße ostwärts bis zur Rechtskurve, wo man die Straße geradeaus auf rot-weiß signalisiertem Grasweg abkürzt. Beim 600 m3 fassenden Trinkwasser-Reservoir Stampf (1156 m) trifft man wieder auf die Straße , welche man aber wieder in deren Rechtskurve geradeaus verlässt. Nach 35 min. ist man beim Wegweiser Stampf (1265 m) angelangt und wandert wieder auf der Stapfstraße ostwärts bis halb links wieder ein abkürzender Wiesenweg abzweigt. Auf diesem erreicht man durch eine breite Waldschneise das Gehöft Oberi Matte (30 min.). Beim dortigen Wegweiser (1391 m) biegt man nach rechts ab und wandert auf einem Teersträßchen ca. 200 m in südliche Richtung, wo dann ein Forstweg nach links abbiegt (Wegweiser). Diesem folgt man durch den Habrichtwald. Bei einer Gabelung hält man sich links. In nordöstliche Richtung wandert man Höhe gewinnend weiter auf einem steinigen breiten Hohlweg. Nach 20 min. erreicht man den Sattel Zettenalpegg mit einem Wegweiser (P 1583). Dort biegt man rechts ab in Richtung Sigriswilergrat. Auf einem rot-weiß signalisierten Bergpfad nähert man sich nun in südöstliche Richtung in kurzen Kehren hinauf den Felsen. In einem kleinen steilen Felsenkessel erkennt man an rechter Bergwand das Stollenloch vom Schafloch-Tunnel und rechts daneben eine im Fels eingemauerte Schießscharte. Der Wanderweg führt weiter oben dann in Kehren nach links hinauf zum Grat. Auf diesem kommt man auf dem Rückweg wieder hierher. Den westseitigen Tunneleingang hat man nach 50 min. erreicht, indem man über eine waagerechte Alu-Leiter läuft. An der Felsseite gibt es noch ein kurzes 10 mm dünnes Drahtseil als Handlauf (1811 m). Für den Durchgang des 610 m langen Stollens durch das Sigriswiler Rothorn benötigt man zwingend eine Stirn- oder Handlampe. Im II. Weltkrieg wurde der Verbindungs- und Logistikstollen gebaut und stellte die „Sperrstelle Schafloch“ dar. Diese bot der Réduit-Brigade 21 einen geschützten Übergang. Zur Materialversorgung hatte man Seilbahnen gebaut, deren Überreste man noch im Justistal sieht. Die Talstationen standen an der Alphütte Rossschatte und am Chlyns Mittelbärgli. Hätten im Kriegsfall die Truppen die Höhen von Heiligenschwendi dem Feind überlassen müssen, sollte durch diesen Stollen der Nachschub der Truppen ins Justistal sichergestellt werden. Während des „Kalten Krieges“ bis Ende der 1980er Jahre war die Anlage offiziell geheim und nicht öffentlich zugänglich. Danach ging die Höhle an die Gemeinde Sigriswil über. Der Stollengang im östlichen Bereich ist noch im grob behauenen Zustand und man läuft über Geröll. Bei einer Verzweigung hält man sich links. An einem ehemaligen Waffenstand befinden sich 2 Katzenaugen mit der Beschriftung „Ausgang“ und „kein Ausgang“ nebst Richtungspfeile. Danach wird der Tunnel breiter. An einer Stelle ist von der Decke und Seite Material ausgebrochen, welches auf dem Boden angehäuft liegt. Dies lässt sich jedoch problemlos übersteigen. Zwischendurch tropft es an 2 Stellen von der Decke. Nach halber Länge ist der Durchgang zwischendurch ausbetoniert und der Boden eine ebene Schotterfläche. Schließlich hatte man den Durchstich begonnen aus östlicher Richtung, wo es die beiden Seilbahnen gab. An rechter Tunnelseite gibt es einen wannenförmigen Kabelschacht, welcher mit Betonfliesen abgedeckt ist. Ein Originalkabel liegt noch drin. Nach 25 min. kommt man beim ostseitigen Schafloch heraus (1774 m). Dies ist eine natürliche Grotte, in welcher bis 1930 noch Gletschereis vorhanden war. Im Sommer hielten sich dort die Schafe auf, weshalb der Name entstand. Wegen dem Durchstich gab es dann einen Wärmeaustausch durch die Luftzirkulation und das Eis schmolz weg. Links und rechts an der Grotte hatte man die Waffenstellungen gemauert. Der Grotteneingang ist inzwischen durch einen Maschendrahtzaun gesichert, der über eine Bockleiter überstiegen wird, so dass keine Schafe mehr dort hineinfinden. 5 m unterhalb der Grotte trifft man auf den Querweg Underer Rothornzug. Dort steht ein Wegweiser, wo ein Bergpfad abzweigt hinunter nach Flüeloui im Justistal. Man durchquert nun den Bergkessel Vorderes Schaflager auf dem Panoramapfad in nordöstliche Richtung zum Wegweiser an einer Picknickbank. Danach kommt man an einer kaum noch wasserführenden Quelle vorbei. Der Taversalsteig führt weiter entlang der steilen SO-Flanken vom Sigriswilergrat. Im Bereich des Wandele ist die Bergseite nicht so steil und es gibt einen kaum noch sichtbaren Pfad hinauf zum P 1941 auf dem Grat. Der Steig Underer Rothornzug führt danach hinauf zum Wegweiser etwas oberhalb vom Schaflägersattel (1 Std.). 100 m weiter steht im Sattel der Wegweiser Schnyde Pkt.1855. Von dort sieht man auf der Ostseite ca. 70 m hinab das Schäferhüttli. Man befindet sich im kantonalen Wildschutzgebiet Justistal Zone 1a (grünes Schild am Wegweiser Schnyde). Zum nördlichen Gipfel Burst kommt man in 1¼ Std. entweder weiter über die SO-Flanke, indem man zum Schäferhüttli absteigt, oder über die NW-Flanke Hinders Schafläger. Zurück dann wieder auf einem der beiden Pfade. Vom Pkt.1855 gelangt man nun über der den Sigriswilergrat zurück in Richtung Rothorn. Ca. 400 m verbleibt man auf dem Grat. Dann weicht der rot-weiß markierte Steig etwas nach rechts ab. Der erste Gipfel ist dann P 1984. Bergfreunde hatten diesen im Jahr 2003 als Geyerhorn benannt, was jedoch auf den Landkarten nicht eingetragen wird. Den Gipfelstein ziert ein aus Blech gefertigter Geier. Dort befindet sich auch eine Blechschachtel für das Gipfelbuch. Weiter in südliche Richtung folgt man den Grat hinab in den flachen Sattel P 1941 und dann wieder rechts haltend auf dem rot-weiß markierten Bergweg, oder direkt über das Mittaghorn (2014 m), auf dem ein Steinmann steht. Nach 55 min. kommt man beim Wegweiser Stäpfli / Schafläger (1921 m) auf dem Gratsattel an. Von hier steigt man rechts hinab, traversiert eine Kesselflanke und kommt in Kehren hinab zum P 1811 beim Stolleneingang ehemaliger „Sperrstelle Schafloch“. Von hier weiter zurück nach Sagi wie aufgestiegen in 2 Std.
Verhältnisse zu dieser Route
Schwanden/Sagi – Stapf – Oberi Matte – Zettenalpegg – Tunneleingang P 1811 – Schafloch – Schnyde (P 1855) – Geyerhorn – P 1941 - Mittaghorn – Stäpfli / Schafläger – P 1811 – Zettenalpegg – Oberi Matte – Stapf – Schwanden/Sagi30.04.2026
Aktuelle Verhältnisse in der Umgebung
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Sigriswilergrat (2051m)
Schwanden/Sagi – Stapf – Oberi Matte – Zettenalpegg – Tunneleingang P 1811 – Schafloch – Schnyde (P 1855) – Geyerhorn – P 1941 - Mittaghorn – Stäpfli / Schafläger – P 1811 – Zettenalpegg – Oberi Matte – Stapf – Schwanden/Sagi
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