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Routenbeschreibung
Föhrenturm (1750m)

Alte N-Wand

Der kleine Bockmattliturm ist in der Mitte gespalten. Der östliche Gipfel heißt auch Föhrenturm. Der wasserzerfressene Fels ist von unten bis hin zum Gipfel sehr gut. Die klassische Route der N-Wand wurde 1962 erstbegangen (Riffel und Schnyder) und später (1993) mit Bh nachgerüstet. An jedem Stand ist ein solider Muniring. Durch die Kletterlinie entlang Wasserrinnen, bleibt die Route nach Regen 2-3 Tage nass (ist aber bei Hitzeperioden sehr empfehlenswert). Der Fels ist sehr griffig und lädt zu flüssigem Klettern ein. Bh-Abstände können 8-10 m betragen, allerdings sind sie strategisch und intelligent platziert (schwere Stellen klettert man maximal in 2 m Abstand vom Bh). Früher war die Tour im Känel plaisir-O. Sie ist tatsächlich empfehlenswert schön, muss aber vom alpinistischen Anspruch her eher als (milder!) Klassiker laufen. Der Fels bietet viele Möglichkeiten für Zackenschlingen und auch einige gute Schlitze für Cams zur zusätzlichen Absicherung. Hin und wieder gibt es am Anfang und Ende der Tour auch Graspolster, die dann aber auch schon recht gut eingetreten sind und soliden Halt bieten. Die Tour ist mit dieser Beschreibung und dem Foto gut zu finden (besser als mitverfügbaren Topos).

SL1 (4b, 35m): Steiler Einstieg in die Verschneidung (sehr griffig), dann nach links unter Legföhre durch und weiter links nochmals eine Verschneidung hoch zu Stand an breitem Band.
Sl2 (5b, 30m): Hoch z Bh (sieht weit aus, ist sehr griffig); weiter schräg R hoch zu BH2. Danach kommt die Cruxplatte... danach einfacher mehr oder weniger gerade hoch zu Stand unter einer breiten Rinne.
Sl3 (5b, 30m): Zuerst über Wandl (Schlinge an kleiner scharfer Zacke liegt gut). Dann in der Rinne aus sehr rauhem, wasserzerfressenen Fels hoch (Möglichkeiten für Cams und Köpflschlingen). In der Rinne ist der Fels bombig. L und R wäre es manchmal leichter, aber man sollte da nicht an allem blind ziehen. Besser technisch schön in der Rinne klettern. Oben geht es deutlich nach R zu Stand unter den riesigen, sehr steilen Wasserrillen.
Sl4 (5c/6a, 27m): Gerade hoch (sehr griffig) bis zum 5. Bh. Dort wechselt man in die nächste Wasserille R. Dort ca. 5 m nach oben. Man sieht dann R oben einen Bh (Verhauer). Dort quert man schräg nach L in eine schöne Gufel mit Stand (sieht man nicht gut von unten).
Sl5 (5c+, 40m): Immer gerade hoch. So ca. alle 8 m ein Bh (immer an den schwereren Stellen). Dazwischen mehrere Absicherungsmöglichkeiten. Stand auf gutem Band.
Sl6 (5b/c, 30m): Vom Stand 3 m schräg nach L hoch zu Loch (supergriffig). (Man könnte auch vom Stand 5 m nach L, dort ist ein Bh, der aber mehr behindert als nützt) Vom Loch weiter schräg nach L ums Eck (dort Bh) und hoch zum Kamin, dort nach 6 m Kamin Stand.
Sl7 (3b, 44 m): Aus dem Kamin R raus, und über Gras zur Hauptwand nach R queren. Der Wand entlang ca. 10 m nach oben (Gras und Fels), bis zu einer steilen kurzen Wand mit Bh. Diese nach oben, dann R haltend über eine Rampe ca. 10 m hoch und nach R zu Stand unter solidem Steilaufschwung.
Sl8 (5b/c, 30m): Steil (schön!) hoch zum Grat (Bh), ca 10m gerade, dann eher R haltend am Grat zu Stand.
Sl9 3a, 45m: Am Grat hoch. Dann immer wieder durch die O-Flanke schräg nach L oben Richtung Gipfel. Wo es wirklich waagrecht wird, irgendwo an Baum Stand machen. Die Länge ist mehr oder weniger botanisch (Gras und Legföhren) hat aber immer wieder kleine Felseinlagen and messerscharfem und in der Regel immer solidem Fels, die eigentlich richtig Spaß machen. Zwischensicherungen unnötig, da man ohnehin immer wieder um eine Föhre herum klettert.

Abstieg: zu Fuss Richtung S (eher nach SO halten; Wegspuren). Man steigt etwas weiter nach unten ab, als man zuerst meinen könnte, da die Scharte zwischen Turm und Hauptmassiv tiefer eingeschnitten ist, als es zuerst aussieht. Von der Scharte dann Wegspuren folgend in die Chli Chälen.... (10 min bis Scharte, weitere 10 min bis runter ins Kar beim Kletterhüttli).
8-10 Exen, 2-3 Köpflschlingen, Ein Satz Cams
Unter der N-Wand entlang auf dem Steig, der zu den Einsteigen am großen Turm führt. Zur Orientierung sieht man die messerscharfe, nach W öffne ca. 60 m hohe Verschneidung Wo der Weg zum großen Turm nach oben zieht noch ein paar m mit nach oben, dann weglos 20 m durchs Gras unter dem Vorbau durch nach W queren. Man trifft dann wieder auf Wegspuren und kommt auf bequemes Band unter Vorbau mit Muniring. Man sieht oben in der Verschneidung klar den ersten Bh. Man steigt am Fuss der Verschneidung über den Vorbau ein, hält deutlich nach links oben über zwei Terassen, jeweils mit Latschen).
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Letzte Änderung: 12.07.2026, 20:59Alle Versionen vergleichenAufrufe: 113 mal angezeigt

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