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Routenbeschreibung
Pizzo Stella (3163m)

Normalweg - Südwestgrat

Vom Rifugio Chiavenna

[dorthin am schnellsten von Fraciscio in 2 Stunden, ansonsten von Madesimo auf Route C10 in gut 3 Stunden, neu versichert, T3, oder vom Lago di Lei über den Angelogapass in knapp 4 Stunden, T3 (nördl. Variante) oder T2 (südliche Variante)]

söstl auf Wiesenplan, 2130 m. Dort verliert sich die südl. Variante Richtung Angelogapass kurzzeitig in der Wiese. Nach ca. 400 m osöstl halbrechts söstl gegen den begrünten Alt-Moränenrücken, gerade auf den Pizzo Stella zu. Den Rücken auf Steiglein hinauf, Steinmänner. Weiter der Spur folgend hinauf bis auf markante Ebene, Steinmänner, 2490 m. Ab hier zwei Varianten:

a) s-wärts eine große Schneerinne gerade hinauf auf den SWestGrat des Stella, den man auf ca. 3000 m betritt, L+. Achtung, Steinschlag. Reicht der Schnee nicht mehr bis 2490, folgt man zunächst einer sostwärts führenden Steinmannreihe.

b) Am Beginn der Ebene scharf rechts 20 m hinunter an den Bach, wo er die Ebene verlässt. Hinter dem Bach wieder hinauf auf den jungen Moränenrücken, der den ehemaligen Mortégletscher im Westen begrenzt. Dem Rücken in s Richtung folgend, Blockgelände, Steinmänner, bei Nebel sehr unübersichtlich. Nach 500 m trifft man wieder auf ein Pfädchen, das zunehmend steil sostwärts über Moräne auf eine Schulter w des Pizzo Stella emporleitet, 2800 m, T3. Dort kleiner Sattel und weiterer Anstieg halblinks hinauf, diverse Wegspuren und verstreute Steinmänner; bei richtiger Route T3.
Auf 2900 m glaubt man von unten, den Südwestgrat direkt zu erreichen, stösst dann aber auf einen nach links ansteigenden Rücken, an dessen Ende aus einem kleinen Sattel eine riskante Querung auf den Grat führen würde (abschüssige, sehr lose Felsen). Diese Stelle kann grossräumig umgangen werden, indem man das kleine Tälchen hinter dem Rücken überschreitet (evtl. etwas Höhenverlust) und den Grat weiter westlich bei einem markanten Felsblock erreicht.
Der Südwestgrat weist immer wieder Steinmänner auf (oft mehrere Varianten) und erfordert bei geschickter Routenwahl kaum echte Kletterei. Überraschend stabiler Blockgrat, klassisches T5-Kraxelgelände. Die nur wenigen gefährlich instabilen Blöcke muss man aber erkennen bzw. vorausahnen. Am recht steilen Grat gewinnt man mit der nötigen Geländegängigkeit schnell an Höhe und erreicht kurz vor dem Gipfel den Südgrat. Dieser führt nun flach und ohne Schwierigkeiten in wenigen Minuten zum Gipfelkreuz.
Möchte man über die gleiche Route absteigen, merke man sich gut die Stelle, wo der Südwestgrat vom Südgrat abzweigt (nach rechts halten!). Die Steinmänner könnten auf den Südgrat locken, was nur mit Wiederaufstieg zu korrigieren wäre (Querung in der steilen und sicher weniger stabilen Flanke abzuraten).

Variante a) vor allem dann sinnvoll, wenn der Schnee bis 3000 m hinaufreicht. Sonst oben heikles Gelände bis zur Grathöhe - oder nach rechts aussteigen auf Sattel 2900 m. Pizzo Stella
Für Variante a) Pickel und Steigeisen. Gute Geländedarstellung in der LKS 1:25.000, Blatt 1275 Campodolcino. Gletscher aber fast nicht mehr vorhanden. In der Kompass-Wanderkarte ist der Weg falsch eingezeichnet.
Routen-Bilder
Letzte Änderung: 20.06.2026, 09:57Alle Versionen vergleichenAufrufe: 6399 mal angezeigt

Verhältnisse zu dieser Route

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Metadaten

Lawinenrisiko-Indikator (Prognose)

Neuschneemenge (PowderGuide)

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Pizzo Stella (3163m)

Normalweg - Südwestgrat


Wanderung

T 5

1160 hm

3.5 h

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