TourenFührer - Route

Gipfel: Cima Cadin Nord-Est, 2788 m

AndréTT

Route: Via ferrata Merlone-Ceria

Via ferrata Merlone-Ceria
Klettersteig
leicht
840 m
4.0 Stunden
Zufahrt:
Von Südtirol kommend die Landstraße (SS) mit Nr. 48b südwärts durch das Val di Landro über Schluderbach (Carbonin) zum Misurinasee (Lago di Misurina, 1752 m). Oder dorthin aus den Dolomiten kommend über Cortina d'Ampezzo über diese Landstraße nordwärts fahrend. Biegt man nördlich des Sees eine Straße ostwärts ab, so gelangt man nach ca. 300 m zum Caravan-Stellplatz und einem Campingplatz ohne Strom. Dahinter dann ein großer Parkplatz.
Dort beginnen zwei Bergstraßen. Linke, schmalere führt zur Rifugio Monte Piana A. Bosi und ist nicht mehr für den öffentlichen Verkehr frei, sondern nur noch für Bergtaxis.
Rechte, breitere führt bergaufwärts eine Teerstraße zum kleinen Antornosee (Lago de Antorno) und gleichnamigen Restaurant. Danach wird die Drei-Zinnen-Panorama-Straße mautpflichtig, welche bis zur Auronzo-Hütte südlich am Fuße der Drei Zinnen führt und zu welcher sich selbst Überlandbusse hinaufquälen. Doch bereits noch weit vor dem Antornosee, und zwar 1100 m ab dem Parkplatz nördlich des Misurinasees, befindet sich auf rechter Seite gebührenfreier Parkplatz im Wald (1808 m). Auf dem Abbiegepfeil dorthin ist groß die Weg-Nr. 115 lesbar.
Zustieg zur Hütte:
Von dem Parkplatz gelangt man über eine Schotterstraße nach 10 Minuten zum Geisterplatz (Pian dei Spiriti). Dort befindet sich die Talstation der Materialseilbahn zur Rifugio Piero Sergio Paolo Fonda Savio der CAI Sektion Cortina, die mehrmals am Tag geisterhaft hin und her schwebt, und wo auch das Hütten-Personal parkt. Von dort geht es in zahlreichen Kehren, aber nicht anstrengend zum Bergkessel Ciadin dei Toce. Ab dort ist schon hoch gelegene Hütte sichtbar, von wohin sich links im Bogen nach rechts der Weg hinauf zieht.
Diese ist eine gute Stunde nach dem Geisterplatz erreicht auf dem Passo so dei Tocci (2348 m), auf einem Pfad, der für MTB laut Beschilderung verboten ist.
www.fonda-savio.it
Zustieg zur Route:
Von dort südwärts ins Schotterkar des Ciadin del Nevaio über den Pfad Nr. 112 zur Forc. Verzi, Forc. del Nevaio oder zum Ciaden de le Père. Am Wegekreuz der Hütte befindet sich blau markierter Hinweispfeil in gleiche Richtung: Ferrata Merlone.
Nach ca. 20 Minuten Aufstieg gelangt man an das Schild an einem Felsblock im Weg: "Associazone XXX Ottobre Secione del C.A.I.-Trieste sentiero Giovanni Durissini" (2501 m). Ca. 20 m zuvor weist ein blauer Pfeil links ins Gerölltal, wo erkennbare Pfadspuren zwischen den Steinen schwach erkennbar sind bis zu einem größeren Felsblock, vor dem eine kurze rostige Stahlleiter steht. Sie ist das Symbol und die Markierung, wohin man sich orientieren soll, um den Einstieg in den alten Klettersteig mit 12 Leitern und über 300 Sprossen zu finden. Denn blaue Markierungspunkte des Steigs sind rar, weil das Felsgeröll in Bewegung bleibt.
Routenbeschreibung:
Auf dem Steig selbst klettert man 290 Höhenmeter.
Die Cadin-Felsgruppe besteht aus 3 Hauptgipfeln und ist "italienisches" Anhängsel "südtiroler" Sextener Dolomiten. Auf deren kleinsten Gipfel führt dieser Klettersteig hinauf.
Am Fuß des Vorbaus bröseliger Felswand befindet sich der Einstieg in den alten Steig. Schwach sind dort die blauen Zahlen 1966 erkennbar, das Baujahr des Steigs, wo auch das braune, aber immer noch verläßlich haltbare Stahlseil beginnt, linkswärts die Route vorzugeben, die davor mit Selbstsicherung geklettert wurde. Etwas darüber dann die Bronzetafel mit der Inschrift: "Associazione XXX Ottobre Sezione del C.A.I. -Trieste, Via Attrezzata di Croda, RUGGERO MERLONE CELESTINO CERIA"
Wegen geringem Schwierigkeitsgrad A bis B (leicht) ist das Drahtseil nicht durchgängig bis zu erster Leiterserie, die anregend durch die Felswand weiterführt (B/C). Zuvor geht man frei über gestufte Felsterrassen zur 1. langen senkrechten Stahl-Leiter, welche zu 3 schrägen kurzen Leitern führt, um ein rechts querendes Felsband zu erreichen, wonach 2. lange Leiter aufwärts, zu 2 weiteren kurzen Leitern führt im nächsten Felsband (B) . Dritte lange Leiter führt direkt nach oben, von wo links schräg hochwärts gequert wird (B/C) und wo sich ein Steg über einen Felsspalt befindet. Von da ab durchsteigt man eine Felsrinne (B) mit latenter Steinschlaggefahr mittels drei weiterer kurzen Leitern. Anschließend überwindet man einfachen Felsgrat (B/C). Es folgt stufiges freies Gelände ohne Sicherungen bis zum Steinschlagverbau. Danach eröffnet sich einem eine wahre Schotter-Terrasse vor dem Gipfel, linkerhand von der Felsschlucht. Bis zur 5 m hohen Wandstufe (B). Dort klettert man im einfachsten Schwierigkeitsgrad (I) entlang weiterer Rinne und über Felsstufen zum Gipfel ohne Kreuz, aber mit mannshoher Steinpyramide. Diese wird nach 75 Minuten zügigem Durchsteigen erreicht ab dem Drahtseilbeginn. Von dort gibt es prächtige Blicke auf die Sextener Dolomiten, die Südwände der Drei Zinnen und Ostflanken des Monte Cristallo.
Abstieg auf blau markierten Steinen rechts ausholend tief absteigend bis zum kleinen Felsfenster mit oberen Verbau des KS. Von dort abwärts wie Aufstieg: Jedoch schon in einer Stunde zurück zur Hütte.
Helm, ggfs. Klettersteig-Set
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Nr. 3 vom 12.09.2012
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