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SkitourAusgezeichneter Eintrag
1 Person
über 50 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
gut
Oben: Pulver
Unten: Bruchharsch
Gleich wie Lawinenbulletin wahrgenommen
An diesem Traumtag war mir leider erst ein Spätstart nach 13h ab Berghaus Malbun möglich. Kein Nachteil ohne Vorteil - so hatte ich am noch immer sehr vollen Parkplatz beim Berghaus Malbun trotzdem gleich einen Parkplatz gefunden. Von Beginn an empfand ich einen gewissen "Zeitdruck", da mir der bevorstehenden Wetterwechsel bewusst war und bereits vom Nordwesten her eine Schleierbewölkung und darauffolgende Niederschlagsfront herannahte. Der Aufstieg zum Isisizgrat und eigentlich bis auf den Gipfel glich einer Autobahn - meist zwei- öfters sogar dreispurig. Bis zum Isisizgrat leider auch in größeren Teilen zerstört durch absteigende Schneeschuhwander, die offenbar rücksichtslos zu zweit und zu dritt nebeneinander sich der gut angelegten Skitourenspuren bedienten! Vom Grat war die kurze Abfahrt in einer langen Querung auf den Fellen problemlos möglich. Unten angekommen, fellten gerade die letzten Tourengeher für den Gegenanstieg auf. Ab jetzt war ich mausalleine jenseits des Isisizgrat. Da geschätzt der letzte Aufsteigende ca. 1h vor mir am Weg war und durch den anstehenden Wetterwechsel der Wind auffrischte, waren die Spuren zum Teil schon ziemlich zugeblasen und so kostete der restliche Aufstieg etwas mehr Kraft. Der letzte Gipfelaufschwung glich schon einer zerfahrenen Skipiste - kein Wunder beim heutigen Ansturm auf diesen sowieso sehr beliebten Gipfelklassiker der Alvier-Gruppe. Im Gegensatz dazu wirkte nun die Ruhe und Einsamkeit regelrecht gespenstisch und war ein besonderes Erlebnis, welches mir der azyklische Aufstieg bescherte. Bei der folgenden Abfahrt hatte die Sonne etwas erbarmen und schenkte mir durch die inzwischen aufgezogene Schleierbewölkung noch ein passables Licht. Trotz der vielen bereits vorhandenen Spuren waren schöne Powderschwünge möglich, sofern der westlich ausgerichtete Abfahrtsbereich gemieden wurde (Winddeckel). Auf der Rheintaler Seite des Isisizgrat war dann die weitere Abfahrt zum Berghaus Malbun sehr mäßig - hier hatte sich mittlerweile durch die zunehmend verdeckte Sonne ein lästiger Harschdeckel gebildet. Zusammenfassend machten das einsame Touren gegen den Strom gepaart mit der Stimmung des Wetterumschwungs die heutige Tour zu einem außergewöhnlichen Outdoor-Erlebnis.
nach dem Neuschnee wahrscheinlich wieder gut bis ausgezeichnet
Verhältnis Bilder
Letzte Änderung: 29.03.2026, 13:48Aufrufe: 1408 mal angezeigt

Metadaten

Lawinenrisiko-Indikator (Prognose)

Neuschneemenge (PowderGuide)

Lawinenprognose

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Rosswies (2334m)

Von Berggasthaus Malbun über Isisizgrat zum Gipfel

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Skitour

WS

1100 hm

4.0 h

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