Piz Tschierva (3546m)13.07.2026
Verhältnisse vom 16.07.2026
Piz Marsch (3120m): Cho d'Suvretta - Piz Marsch - Piz Saluver
Marsch heisst auf Deutsch «faul», was vollkommen auf seinem Gestein zutrifft.
Mit dem E-Bike fahre ich von Bever via Spinas hoch in das Val Bever bis zur Alp Suvretta. Da ich schön im Schuss bin, kann ich es nicht lassen und fahre damit steil die vielen kleinen Kehren hoch in das Suvretta da Samedan. Als ich in einer Kehre mit dem E-Bike seitlich stürze, muss auch ich eingestehen, dass ein Downhill-Trail für die Abfahrt und nicht für den Aufstieg geeignet ist…
Auf einer Wiese voller Kuhfladen parkiere ich mein E-Bike bei Plaunins P2379 (1 Std. von Bever) und fülle hier Wasser auf.
Cho d'Suvretta:
Heute nehme ich nur ein Paar Bergschuhe, die in anhabe, mit. Ich steige um 10:30 gemächlich über Wiese nach E im Vallun Marsch in Richtung Cho d'Suvretta. Der SAC-Tourenführer empfiehlt die Route via Fuorcla Marscha (P2874). Da ich danach noch zum Piz Marsch hochsteigen möchte, müsste ich dann den S-Grat vom Cho d’Suvretta zwei Mal machen. So steige ich direkt in die W-Wand des Cho d’Suvretta mit seinen steindurchsetzten Rasen steil hoch. Diese Route ist zwar schwieriger, aber interessanter und von Geröll geschützt (T5-, I).
Piz Marsch:
Ich steige auf der Normalroute via S-Grat einfach hinab zur Fuorcla Marscha (T3+).
Ich steige da direkt auf dem sich hochziehende Grat, der parallel zum N-Grat des Piz Marsch befindet und komme dadurch anfangs noch ohne Kontakt mit Schutt hoch. Die ersten zwei Türme können einfach, am besten direkt unter den Felsen, westlich umgangen werden. Danach komme auch ich nicht drum herum auf etwas rutschigem, aber gutmütigem, Sand und Kies und später rutschigem Geröll hoch zu stampfen. Ab dem kleinen Sattel bei ca. P3004 Hm steige ich bis zum grossen Sattel, der vor dem Gipfelaufbau steht, bei ca. P3020 Hm in festem Schutt. Nun steige die die mit losem Schutt gefüllte Rinne hoch, wobei die Felsen nebenan den besseren Halt bieten. Beim Ausstieg kraxle ich einfach noch die paar Meter hoch zum Piz Marsch mit Steinmann (T4, I).
Piz Saluver:
Zum Verbindungsgrat zwischen dem Piz Saluver und Piz Marsch steht nichts im SAC-Tourenführer. Vor Ort sieht er jedoch spannend aus. Im Internet gibt es dazu sogar ein alter Bericht auf Hiker von «Delta» in umgekehrter Richtung.
Ich balanciere auf dem etwas ausgesetzten S-Grat des Piz Marsch. Ziemlich bald komme ich an einem Felskopf an, wo sich unten ein markanter Hohlraum befindet, der klar für eine Steinbockfamilie locker Platz hat (T5). Ich gucke schnell rein und könnte da locker ein Gewitter ausharren. Ich überklettere deren Behausung, überklettere einen weiteren kleinen Felsaufschwung und komme an die erste Schlüsselstelle.
1. Schlüsselstelle:
Direkt auf dem Grat liegt eine nach Osten geneigte glatte Platte, die mir den Weg versperrt. Ich versuche sie östlich zu umgehen und komme zu einem Abbruch, somit wieder zurück. Ich kann sie jedoch sehr abschüssig auf der W-Seite nun umgehen und wieder hochklettern (T6-, I+). Das Gelände wird etwas breiter und macht den Anschein, als hätte man das Schwierigste hinter sich… Ich steige auf festem Schutt und Blockgelände weiter bis kurz bevor es zum Sattel hinab geht. Doch ein Abbruch, wo eine weisse Platte nach Osten hinabzieht, führt mich zur zweiten Schlüsselstelle.
2. Schlüsselstelle: Hier versuche ich zuerst sehr steil die S-Wand hinab zu klettern, doch leider muss ich feststellen, dass der Name des Berges seine Ehre macht. Die Steine sind zwar nicht faul, aber sehr brüchig, ja, sogar bröselig. Es scheint, dass alles was ich halte, in die Tiefe fällt. Ich möchte diese eklige Stelle schnell hinter mir bringen und hier nicht noch mehr Zeit verlieren als das, was der Grat schon an Zeit abverlangt. So packe ich kurzerhand meine Not-Reep Schnur aus und lasse mich 10 Meter ungesichert, aufgrund von weniger Steinschlag, die senkrechte Wand, gleich nebenan, mit den Händen ab (T6+, III). Unten komme ich auf Sand und Schutt an und während ich unten mein Seil versuche oben frei zu machen, bekomme ich doch noch ein paar kleine Steine auf meinem Dickschädel ab…
Nun komme ich einfach über Schutt hinab zum Sattel bei ca. P2992Hm, wo östlich der Vadret Palü d’Marscha noch immer Eis-Reste aufweist. Ein Abstieg nach E wäre im Notfall gut möglich.
Vom Sattel steige ich auf einem sich hochziehenden Band direkt unter dem spitzigen Grat auf der E-Seite, der wieder direkt auf dem Grat mündet. Auf Schutt laufe ich rund 10 Meter weiter auf dem Grat, bis bereits der nächste Fels Turm den Weg blockiert. Dieser umgehe ich westlich direkt unter dem Gart an Felsen (man achte hier vor nassem Moos). Es bedarf nicht westlich hinab zum Geröll zu klettern um weiter zu kommen! Ich bleibe brav westlich an Bänder unter dem Grat und komme so weiter zu einem Sattel bei ca. 3026Hm, wo östlich des Grates und westlich ein grosser Fels-Turm, der zwei weissen natürlichen Linien abgezeichnet hat (sieht man aber erst von der anderen Seite). Ich steige durch diesen Korridor genau 5 Meter und stehe vor der dritten Schlüsselstelle.
3. Schlüsselstelle:
Eine steile Felswand, mit kleinen brüchigen Stufen mit Moos oben drauf, die direkt durchklettert werden muss (T6, II). Oben komme ich direkt auf dem Grat bei ca. P3060Hm aus. Im Gehgelände komme ich bis ca. P3067. Östlich würde man auch hochkommen, doch westlich führt ein schöner Gämswechsel mit viel Gämskot auf Gras schön unter den Felsen hindurch. An dieser Stelle habe ich einen grossen Steinmann gebaut, damit jeder von beiden Seiten diesen Band finden kann. Kurz danach traversiere ich noch ein wenig festen Schutt auf einem offenen Geröllfeld. Vor lauter Kraxeln war ich schon weiter auf dem S-Grat des Piz Saluver gewesen, wo ich doch noch gemerkt habe, dass ich am Piz Saluver schon vorbei gewesen war. So bin ich nochmals zurück und nach N zum Hauptgipfel geklettert.
Abstieg Piz Saluver via Fuorcla Saluver:
Ich klettere direkt auf dem S-Grat des Piz Saluver hinab (T5+, II) hinüber. Östlich über Schutt wäre es auch einfacher zu meistern (T4-), doch diese Variante kenne ich bereits (1x Winter und 1x Sommer).
Für den Abstieg zur Furocla Saluver habe ich nicht so eine einfache Route finden können. So bin ich vom S-Gipfel immer wieder in steile und abschüssige Rinne gelandet (T6-, II). Ich würde hier nächstes Mal nördlich statt südlich vom SW-Grat des S-Gipfels Piz Saluver probieren. Ab N-Abstieg von der Fuorcla Saluver, wo der Vadret Glüna kein Eis mehr zeigt, beginnt der endlose und mühsame Abstieg mit viel Kies und Schutt zum Ausgangspunkt.
1.15 Std. Cho d-Suvretta von Plaunins P2379
2.30 Std Piz Marsch
4.30 Std. Piz Saluver
6.30 Plaunins P2379
Mit dem E-Bike fahre ich von Bever via Spinas hoch in das Val Bever bis zur Alp Suvretta. Da ich schön im Schuss bin, kann ich es nicht lassen und fahre damit steil die vielen kleinen Kehren hoch in das Suvretta da Samedan. Als ich in einer Kehre mit dem E-Bike seitlich stürze, muss auch ich eingestehen, dass ein Downhill-Trail für die Abfahrt und nicht für den Aufstieg geeignet ist…
Auf einer Wiese voller Kuhfladen parkiere ich mein E-Bike bei Plaunins P2379 (1 Std. von Bever) und fülle hier Wasser auf.
Cho d'Suvretta:
Heute nehme ich nur ein Paar Bergschuhe, die in anhabe, mit. Ich steige um 10:30 gemächlich über Wiese nach E im Vallun Marsch in Richtung Cho d'Suvretta. Der SAC-Tourenführer empfiehlt die Route via Fuorcla Marscha (P2874). Da ich danach noch zum Piz Marsch hochsteigen möchte, müsste ich dann den S-Grat vom Cho d’Suvretta zwei Mal machen. So steige ich direkt in die W-Wand des Cho d’Suvretta mit seinen steindurchsetzten Rasen steil hoch. Diese Route ist zwar schwieriger, aber interessanter und von Geröll geschützt (T5-, I).
Piz Marsch:
Ich steige auf der Normalroute via S-Grat einfach hinab zur Fuorcla Marscha (T3+).
Ich steige da direkt auf dem sich hochziehende Grat, der parallel zum N-Grat des Piz Marsch befindet und komme dadurch anfangs noch ohne Kontakt mit Schutt hoch. Die ersten zwei Türme können einfach, am besten direkt unter den Felsen, westlich umgangen werden. Danach komme auch ich nicht drum herum auf etwas rutschigem, aber gutmütigem, Sand und Kies und später rutschigem Geröll hoch zu stampfen. Ab dem kleinen Sattel bei ca. P3004 Hm steige ich bis zum grossen Sattel, der vor dem Gipfelaufbau steht, bei ca. P3020 Hm in festem Schutt. Nun steige die die mit losem Schutt gefüllte Rinne hoch, wobei die Felsen nebenan den besseren Halt bieten. Beim Ausstieg kraxle ich einfach noch die paar Meter hoch zum Piz Marsch mit Steinmann (T4, I).
Piz Saluver:
Zum Verbindungsgrat zwischen dem Piz Saluver und Piz Marsch steht nichts im SAC-Tourenführer. Vor Ort sieht er jedoch spannend aus. Im Internet gibt es dazu sogar ein alter Bericht auf Hiker von «Delta» in umgekehrter Richtung.
Ich balanciere auf dem etwas ausgesetzten S-Grat des Piz Marsch. Ziemlich bald komme ich an einem Felskopf an, wo sich unten ein markanter Hohlraum befindet, der klar für eine Steinbockfamilie locker Platz hat (T5). Ich gucke schnell rein und könnte da locker ein Gewitter ausharren. Ich überklettere deren Behausung, überklettere einen weiteren kleinen Felsaufschwung und komme an die erste Schlüsselstelle.
1. Schlüsselstelle:
Direkt auf dem Grat liegt eine nach Osten geneigte glatte Platte, die mir den Weg versperrt. Ich versuche sie östlich zu umgehen und komme zu einem Abbruch, somit wieder zurück. Ich kann sie jedoch sehr abschüssig auf der W-Seite nun umgehen und wieder hochklettern (T6-, I+). Das Gelände wird etwas breiter und macht den Anschein, als hätte man das Schwierigste hinter sich… Ich steige auf festem Schutt und Blockgelände weiter bis kurz bevor es zum Sattel hinab geht. Doch ein Abbruch, wo eine weisse Platte nach Osten hinabzieht, führt mich zur zweiten Schlüsselstelle.
2. Schlüsselstelle: Hier versuche ich zuerst sehr steil die S-Wand hinab zu klettern, doch leider muss ich feststellen, dass der Name des Berges seine Ehre macht. Die Steine sind zwar nicht faul, aber sehr brüchig, ja, sogar bröselig. Es scheint, dass alles was ich halte, in die Tiefe fällt. Ich möchte diese eklige Stelle schnell hinter mir bringen und hier nicht noch mehr Zeit verlieren als das, was der Grat schon an Zeit abverlangt. So packe ich kurzerhand meine Not-Reep Schnur aus und lasse mich 10 Meter ungesichert, aufgrund von weniger Steinschlag, die senkrechte Wand, gleich nebenan, mit den Händen ab (T6+, III). Unten komme ich auf Sand und Schutt an und während ich unten mein Seil versuche oben frei zu machen, bekomme ich doch noch ein paar kleine Steine auf meinem Dickschädel ab…
Nun komme ich einfach über Schutt hinab zum Sattel bei ca. P2992Hm, wo östlich der Vadret Palü d’Marscha noch immer Eis-Reste aufweist. Ein Abstieg nach E wäre im Notfall gut möglich.
Vom Sattel steige ich auf einem sich hochziehenden Band direkt unter dem spitzigen Grat auf der E-Seite, der wieder direkt auf dem Grat mündet. Auf Schutt laufe ich rund 10 Meter weiter auf dem Grat, bis bereits der nächste Fels Turm den Weg blockiert. Dieser umgehe ich westlich direkt unter dem Gart an Felsen (man achte hier vor nassem Moos). Es bedarf nicht westlich hinab zum Geröll zu klettern um weiter zu kommen! Ich bleibe brav westlich an Bänder unter dem Grat und komme so weiter zu einem Sattel bei ca. 3026Hm, wo östlich des Grates und westlich ein grosser Fels-Turm, der zwei weissen natürlichen Linien abgezeichnet hat (sieht man aber erst von der anderen Seite). Ich steige durch diesen Korridor genau 5 Meter und stehe vor der dritten Schlüsselstelle.
3. Schlüsselstelle:
Eine steile Felswand, mit kleinen brüchigen Stufen mit Moos oben drauf, die direkt durchklettert werden muss (T6, II). Oben komme ich direkt auf dem Grat bei ca. P3060Hm aus. Im Gehgelände komme ich bis ca. P3067. Östlich würde man auch hochkommen, doch westlich führt ein schöner Gämswechsel mit viel Gämskot auf Gras schön unter den Felsen hindurch. An dieser Stelle habe ich einen grossen Steinmann gebaut, damit jeder von beiden Seiten diesen Band finden kann. Kurz danach traversiere ich noch ein wenig festen Schutt auf einem offenen Geröllfeld. Vor lauter Kraxeln war ich schon weiter auf dem S-Grat des Piz Saluver gewesen, wo ich doch noch gemerkt habe, dass ich am Piz Saluver schon vorbei gewesen war. So bin ich nochmals zurück und nach N zum Hauptgipfel geklettert.
Abstieg Piz Saluver via Fuorcla Saluver:
Ich klettere direkt auf dem S-Grat des Piz Saluver hinab (T5+, II) hinüber. Östlich über Schutt wäre es auch einfacher zu meistern (T4-), doch diese Variante kenne ich bereits (1x Winter und 1x Sommer).
Für den Abstieg zur Furocla Saluver habe ich nicht so eine einfache Route finden können. So bin ich vom S-Gipfel immer wieder in steile und abschüssige Rinne gelandet (T6-, II). Ich würde hier nächstes Mal nördlich statt südlich vom SW-Grat des S-Gipfels Piz Saluver probieren. Ab N-Abstieg von der Fuorcla Saluver, wo der Vadret Glüna kein Eis mehr zeigt, beginnt der endlose und mühsame Abstieg mit viel Kies und Schutt zum Ausgangspunkt.
1.15 Std. Cho d-Suvretta von Plaunins P2379
2.30 Std Piz Marsch
4.30 Std. Piz Saluver
6.30 Plaunins P2379
Das Moos auf den Steinen war heute auf dem ganzen Grat durchfeuchtet und erschwerte das Klettern stark.
Letzte Änderung: 17.07.2026, 12:01Aufrufe: 205 mal angezeigt
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