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HochtourSehr guter Eintrag
2 Personen
5-20 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
machbar
Oben: kein
Unten: kein
Wunderschöne, unter den aktuellen Bedingungen jedoch extrem fordernde und ernste Hochtour. Die heiklen Abschnitte verlangen volle Konzentration sowie ausreichende Kraft- und Zeitreserven.

Aktuelle Verhältnisse & Routenbeschreibung:
• Unterer Gletscher (Glacier des Grandes Murailles):
Der erste, steilere Teil des Gletschers ist komplett blank. Im Aufstieg am Morgen gut machbar, im Abstieg am Nachmittag jedoch sehr unangenehm und heikel. Am Nachmittag kommt es von den Wänden der angrenzenden Tête de Valpelline immer wieder zu Steinschlag.
• Einstiegsrinne zum Tiefmattengrat:
Um auf den Grat zu gelangen, steigt man an Ketten ca. 60 Höhenmeter durch eine Rinne auf. Die Ketten wurden nach einem Felssturz neu errichtet. Dieser Abschnitt ist extrem kraftraubend, da man sich an wenig gespannten Ketten teilweise überhängend mit kaum Trittmöglichkeiten hochhangeln muss. Bei viel Betrieb muss hier mit deutlichem Zeitverlust gerechnet werden. Die meisten Seilschaften benötigen mehrere Rasten per Selbstsicherungsschlinge (so auch wir). Wir haben zusätzlich mit HMS und Expressschlingen gesichert. Im Abstieg befindet sich am unangenehmsten Teil ein Abseilring (mit einem 50m-Seil gut abseilbar).
• Tiefmattengrat:
Anschließend super zu klettern, Fels ist fest und die Wegfindung nicht schwierig. Im Abstieg sehr luftig/ausgesetzt. Sicherung an Köpfeln gut möglich, wir sind frei gegangen. Etwa auf halber Höhe passiert man eine Abseilpiste. Diese erfordert laut Auskunft anderer Bergsteiger ca. 30 m lange Abseiler und konnte von uns mit 50m-Einfachseil nicht genutzt werden.
• Oberer Gletscher & SW-Flanke (ca. 3.700 m – 3.750 m):
Auf etwa 3.750 m erreicht man den Gletscher von NW. Dieser weist Spalten auf und ist im Bereich der Aufstiegsspur ebenfalls teilweise blank bzw. ausgeapert, was im Abstieg extrem unangenehm ist. Die bis zu 35° steile Südwestflanke lässt sich gut übersteigen; hier befinden sich etwa alle 20 Meter Stangen zur Sicherung.
• Gipfelaufbau:
Schließlich gelangt man einfach, aber sehr schön und luftig über den Nordwestgrat zum Gipfel mit direktem Tiefblick und Vis-à-vis-Blick zum Matterhorn.

Zeiten:
• Aufbruch: 03:00 Uhr ab Rifugio Aosta.
• Zeitbedarf: 16 Stunden Bewegungszeit bis zum Auto im Tal.
• Personen an diesem Tag: Von 7 Personen an diesem Tag erreichten 5 den Gipfel (wir als 1. Seilschaft ca. 1 Stunde vor einer nachfolgenden 3er-Seilschaft, 2 Personen kehrten um).
Letzte Änderung: 22.07.2026, 09:16Aufrufe: 437 mal angezeigt

Metadaten

Lawinenrisiko-Indikator (Prognose)

Neuschneemenge (PowderGuide)

Lawinenprognose

Webcams

Dent d’Hérens (4171m)

Westgrat ab Rifugio Aosta (Normalweg)

Karte