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HochtourSehr guter Eintrag
2 Personen
5-20 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Oben: Hart
Unten: Nass
Gleich wie Lawinenbulletin wahrgenommen
Zustieg zur Hollandia-Hütte ab Fafleralp am Samstag:

Prinzipiell kann zur Zeit sowohl der Zustieg über den Gletscher, als auch durch das felsige Gelände nordwärts gewählt werden. Die Entscheidung muss man auf etwa 2.350m treffen. Obligatorisch muss man erst bei der Grossi Tola auf den Gletscher. Achtung: Im Vergleich zum Gletscherstand auf der swisstopo-Karte ist der Gletscher bis auf etwa 2.800m sehr stark zurückgegangen! Entsprechend sollt eman den WBW-Wanderweg bereits auf etwa 2.320m verlassen und den offensichtlichen Tälchen zum Gletscher folgen.

Wir sind durch die Felsen gegangen. Im unteren Bereich ist der Weg fast durchgehend mit Steinmanderln markiert und weist zahlreiche Kraxelstellen (bis II) auf, aber nie wirklich exponiert. Der P.2574 wird nördlich umgangen, etwas später, auf den Resten der Gletscherzunge im Schutt, enden die Steinmanderl und fangen erst wieder nördlich von P.2679 an. Ab etwa hier auch weiße Streifen, die den weiteren Weg markieren. Diesen kann man bis ungefähr P.2833 folgen. Nach der Querung der Grossi Tola kann man sich nördlich halten, um die Spaltenzone zu umgehen, oder (noch) direkt in Richtung Lötschenlücke ziehen. Letzteres geht wahrscheinlich nur noch wenige Tage. Zur Zeit hat man noch die Wahl, ob man über den Gletscher zur Hütte oder über den kurzen Klettersteig (A-B) gehen möchte.

Mittaghorn am Sonntag:

Start gegen 4:50 bei 3°C und wenig Wind. Dank guter Abstrahlung hat es angezogen und der Gletscher ist sehr gut zu begehen. Nach etwa 1h erreichen wir das Anujoch problemlos. Hier nun erstmals richtig windig und kühl. Die Felspassagen klettern wir am verkürzten Seil. An der abdrängenden Stelle ist ein Hilfsseil zum greifen montiert. Insgesamt ist der Grat aber eher einfach, Hauptsächlich Gehgelände und Ier-Stellen.

Der sich anschließende Firngrat (steilste Stellen 30 bis 35°) weist fast durchgehend eine gut steigbare Auflage auf, wir verzichten auf eien Seilsicherung. Ideale Verhältnisse bis zum Vorgipfel. Am Übergang zum Hauptgipfel gilt es, auf die Wächte aufzupassen; wir brechen mehrmals tiefer ein und erreichen den Gipfel gegen 7:30. Wegen des Windes verweilen wir nur kurz am Hauptgipfel, und steigen wieder zum Vorgipfel ab, wo wir die verdiente Rast genießen.

Im Abstieg ist der Firngrat bereits spürbar weicher, aber noch optimal zu begehen. Den Felsgrat klettern wir seilfrei, der Wind ist inzwischen komplett eingeschlafen. Der Firn unterhalb des Anujoches ist bereits weich, der in der großen Ebene zum Glück noch nicht. So kommen wir gut gegen 09:40 wieder an der Hütte an.
Verhältnisse oben dürften trotz der aktuellen Wärme noch mindestens eine Woche gut bleiben.
Verhältnis Bilder
Letzte Änderung: 10.07.2023, 09:32Aufrufe: 804 mal angezeigt

Aktuelle Verhältnisse in der Umgebung

Mittaghorn (3892m)

Hollandiahütte - Anujoch - Mittaghorn

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670 hm

3.0 h

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