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Verhältnisse vom 08.06.2014

Lauteraarhorn (4042m)

SkitourAusgezeichneter Eintrag
4 Personen
Hauptziel erreicht
Start am Vortag um 14.30h beim Grimsel Hospiz. Auf ca. 2300m, wo Lauter- und Finsteraargletscher zusammenfliessen, können derzeit die Skis angeschnallt werden (Schuhdepot). Ankunft um 20.30h im Aarbiwak (komfortabel eingerichtet und bestens ausgestattet, nur das Bier fehlte…).

In der klaren Nacht gefror die Schneeoberfläche tragfähig. Wir sind um ca. 4.30h losmarschiert. Mit den Skis bis knapp 3300m in der Südwand, Skidepot (ruppige Oberfläche aufgrund unzähliger kleiner Nassschneerutsche aus den Vortagen). Nun die nicht enden wollende Wand bis zum Sattel auf 3900m hoch. Genussvolle Gratkletterei zum Schluss, Ankunft Gipfel ca. 9.30h. Beim Abstieg war der Schnee in der Südwand z.T. schon stark aufgeweicht, Skiabfahrt vom Sattel wäre möglich gewesen, wohl aber kaum ein Vergnügen...
Vom Skidepot ein paar schöne Schwünge bis auf den Gletscher. Schnee nun leider stark ausbremsend und plütterig, mit viel Stockeinsatz zum Schuhdepot (ca. 13.00h). Jetzt hiess es Durchbeissen für den vierstündigen Rückmarsch zum Hospiz, der schwere Rucksack mit aufgebundenen Skis machte das Ganze auch nicht angenehmer. Die Vorfreude aufs erlösende Bier wuchs dafür mit jedem Schritt. Nach 13-stündigem Wackel wars dann endlich soweit!
Wegen der warmen Temperaturen ist das Zeitfenster für eine vernünftige Begehung der Lauteraar-Südwand relativ klein: ist man zu früh dran wie die zwei Welschen, die wir samstags angetroffen haben, bricht man aufgrund ungenügendem Durchfrieren der Oberfläche ein. Später als wir den Abstieg anzutreten (kurz vor Mittag) kann wegen drohenden Nassschneelawinen heikel sein. Sommer- oder Wintertour? Im Moment beides möglich. Skifahrerisches Vergnügen hält sich in Grenzen. Je vier Stunden Skitragen ist hals- bzw. rückenbrecherisch, allerdings wäre ein Zu- und Abstieg in Bergschuhen durch den Sumpfschnee auf dem Gletscher wohl mindestens ebenso mühsam.
Die Vorteile von leichtem Material liegen bei so langen Tragestrecken auf der Hand, gäll Ändu ;-) Landschaftlich sehr eindrucksvolle und konditionell anspruchsvolle Tour in einem der abgelegensten Winkel der Schweiz. Vielen Dank Christoph, Ändu und Joel für diese Wahnsinns-Tour!
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Letzte Änderung: 09.06.2014, 12:17Aufrufe: 8220 mal angezeigt

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