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Routenbeschreibung
Valaschga Hochwand (1350m)

Leistenbruch

Die Tour verläuft durch die 330 m hohe Valaschga Hochwand (Kletterstrecke > 400 m). Es bietet sich hier die Gelegenheit, eine wirklich große Wand auf sehr geringer Meereshöhe zu klettern. Durch die volle Besonnung ist das auch im Frühjahr oder im späten Herbst noch gut möglich. Die Wand endet nicht oben auf dem Palfriesplateau, sondern mehrere 100 Hm darunter. Dadurch kommen im Frühjahr Schmelzwasser (und mitgeführtes Material) sowie im Winter Lawinen (Eisschlag) die Wand runter. Dies führt zu typischen Charakteristika der Wandstruktur (keine herausstehenden Ecken und Schuppen, von oben her eher rund) und der Wandoberfläche (stellenweise Auflage von Dreck und Staub). Ein Vorteil ist, dass es kaum etwas gibt, an dem sich ein Seil verhängen kann. Fürs Klettern bedeutet das, dass Griffe meist in geschützten Querschlitzen sind, oder als Seitgriffe auftreten. Tritte sind in der Regel abschüssig.
Für die Route Leistenbruch ist die Felsqualität in der Regel gut bis sehr gut (siehe SL-Beschreibung für die wenigen Ausnahmen). Gras, das man betreten müsste, kommt nur sehr selten vor (im Schnitt weniger als 1x pro Seillänge).

Die Findung der Seillängen ist mit dem Wälti-Topo, und den Bh folgend recht einfach. Im Detail ist die genaue Routenwahl (mal etwas L oder R der Bh; genaue Beta) nicht immer ganz leicht zu erkennen, da der Fels mitunter komplex ist (dies verspricht viele interessante Kletterstellen). Die Absicherung ist an den schweren Stellen OK-gut; in den leichteren Passagen muss 5-8 m überm Bh geklettert werden. Einige schwere Passagen sind zwingend (nicht in der Crux-Länge). Die Standplätze bestehen meist aus 2 Bh. Verwendung einer eigenen Verbindungsschlinge ist sinnvoll. Zum Abseilen gibt es jeweils in einem Bh einen Schekel und eine Verbindung mit älteren Schlingen. Ein Großteil des Materials ist aus dem letzten Jahrtausend (verzinkte Dübel, die äußerlich klar angerostet sind): nach heutigem Standard nicht perfekt, aber scheint von der Sicherheit her noch ausreichend (gefühlt, nicht gemessen).

Achtung: die Komplexität der Kletterei erfordert ihre Zeit (man läuft nicht durch wie auf Granitplatten)! Die Route fällt ganz klar nicht mehr in den Plaisirbereich, beschert aber ein eindrückliches und oft sehr schönes Kletterabenteuer. Bewertungen sind eher hart. Hier unten leicht angepasst. 6b muss zwingend geklettert werden.
10-11 Exen. wenige kl-mittlere Cams (selten einsetzbar)
Im Tal nach Berschis (Autobahnausfahrt Flums), dann wie Studentenstreich, bzw im Wältiführer (St Gallen) gut beschrieben. Beim Aufstieg immer in Nähe der Bachrinne bleiben, dann kann nichts schief gehen.
Routen-Bilder
Letzte Änderung: 09.05.2026, 21:49Alle Versionen vergleichenAufrufe: 78 mal angezeigt

Verhältnisse zu dieser Route

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