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Routenbeschreibung
Bietschhorn (3934m)

Westgrat ab Bietschhornhütte

Aufbruch von der Bietschhornhütte um 3 Uhr (Hochsaison). Bis ins Bietschjoch ist der Weg einfach zu finden und mit Steinmännern und weissen Strichen markiert (1.15 - 1.30 Std.).

Achtung, bei starker Ausaperung teilweise offener Bergschrund südlich vom Bietschjoch. (Update 5. August 2026, der Bergschrund ist aper nur wenige Zentimeter offen, Begehung problemlos) Leicht absteigend über den Bietschgletscher nach Osten queren (ein paar kleine Spalten), je nach Bedingungen mit Steigeisen.

Es ist allerdings empfehlenswert, vom Bietschjoch an kurz dem Grat Richtung Schafbärg zu folgen, um ihn nach dem Gletscher Richtung Ost zu verlassen. Diese Route ist mit Steinmännern markiert und erlaubt es, auf Steigeisen zu verzichten.

Eine mit Steinmännern markierte Route führt fast horizontal unter dem Schafbärg durch und quert nördlich oberhalb einer Mulde (zeitweise mit kleinem See) zum breiten Schuttrücken, der zum Westgrat führt. Nun über den Blockrücken (mehr oder weniger auf dem höchsten Punkt bleibend) auf den Punkt 3409. Bis hierher benötigt man zirka 2-3 Stunden von der Hütte.

Von dort ein Stück direkt auf dem Grat, z.T. nordseitig weiter. Wenn die ersten Aufschwünge/Türmchen kommen auf die Südseite ausweichen und immer knapp unterhalb der festen Felsen entlang (Steinmänner, z.T. hat es Haken). Nicht zu tief geraten, immer wieder hoch in die Nähe des Grates! Viele lose grosse Felsblöcke > steinschlaggefährdet >Helm.

Vor dem Punkt 3635m quert man auf einer Sekundärrippe zurück zum Grat (Haken). Die massigen Türme auf der Südseite fast horizontal umgehen (ca. 50 m). Danach wieder ansteigend durch die Südflanke bis zur nächsten Rippe, die zum Grat zurück führt. Von hier weg bei trockenen Verhältnissen leicht unterhalb der Gratkante ansteigen. Liegt noch Schnee, mehr oder weniger dem Grat folgen. Der nun folgende flachere Gratabschnitt wird auf der Gratkante begangen. Sobald der Grat wieder stärker ansteigt, durch die Südflanke hoch steigen bis man nach rechts zu einem grauen Wändchen (Haken) mit einer Schuppe queren kann. Über die Schuppe hochklettern. (Bei schneefreien Verhältnissen kann man das graue Wändchen auch weiter nach rechts querend und durch eine offene Verschneidung umgehen.) Danach teils auf dem Grat, teils in der Südseite hoch, bis man in die Nordseite hinüber wechseln muss. Ein ansteigendes Band führt zu einem aufliegenden Block unterhalb des roten Turmes. Den roten Turm meist direkt auf der rechten Kante in festem Fels erklettern (Haken). Nach diesem geht es horizontal über einen sehr schmalen ausgesetzten Grat (Haken). Über die folgenden kleinen Aufschwünge direkt über die Gratkante (Haken) zum sog. Talspitz (Verbindungspunkt mit dem Nordgrat). Über den Gipfelgrat in ca. 15 Minuten zum Gipfelkreuz (das Gipfelbuch befindet sich auf der Westseite am Fuss des Gipfelkreuzes).

Je nach Bedingungen und Kondition braucht man 4-6 Stunden von der Hütte zum Gipfel. Für den Abstieg benötigt man fast gleich viel Zeit. Je nach Verhältnissen und Seilschaft zirka 1 Stunde schneller! Abseilen ist nirgends nötig; es kann überall abgeklettert werden.
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Letzte Änderung: 24.09.2026, 22:18Alle Versionen vergleichenAufrufe: 102220 mal angezeigt

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