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Gipfel: Tofana di Mezzo, 3244 m

AndréTT

Route: Via ferrata Gianni Aglio (von Pié Tofana aus)

Via ferrata Gianni Aglio (von Pié Tofana aus)
Klettersteig
schwer
1570 m
10.0 Stunden
Zufahrt:
Wer von Westen kommt, fährt über Brixen nach Toblach. Dort biegt man nach Süden ins Val di Landro ab auf die Staatsstraße (SS) 51 nach Cortina d’Ampezzo (1211 m). Wer von Süden (Belluno) anfährt fährt auf der SS 51 nordwärts dorthin. Von dort dann westwärts auf der SS 48 Richtung Falzarego-Pass (Passo di Falzarego) bis zum Vorort Gilardon de Sora (1309 m) oberhalb der Stadt. Hier zweigt man nordwärts ab zum Ristorante Pié Tofana (braunes Schild am Straßenrand: Pié Tofana, Lago Ghedina). Die Straße endet dort links neben der braunen Hütte an einem großen geteerten Parkplatz (1675 m).
Zustieg:
An der braunen Hütte (Ristorante Pié Tofana) vorbei auf der Schotterpiste bis zur rot-weißen Schranke. Den Wegweisern (407, 405) folgt man grasige Skipiste bis zum Abzweig. Während nordwärts der Weg-Nr. 407 Richtung Forcella Ra Vales führt, biegt man am flachen Wiesensattel links (westwärts) ab auf den Sentiero die Camosci (Pfad Nr. 405) durch Latschen zu den Felswänden von Doss de Tofana. Der Pfad schlängelt an deren unteren Enden entlang. Eine Bank befindet sich unter einem Felsüberhang. Gut geeignet für eine Rast, wenn’s regnet. Am Ende der Felswand biegt der Weg links ab und es wird eine Piste mit gelben Schneekanonen gequert. Nach 1 ¼ Std. wird die Bergstation des Sessellifts erreicht. Daneben steht die Rifugio d’Aosta (2098 m). Falls die Bahn in Betrieb ist, dauert die Zufahrt mit ihr nur 12 min. Von der Berghütte auf breitem Schotterweg über die Helikopter-Landefläche und über die Winterskipiste „Valon“ hinauf zur Rifugio Pomedes (35 min.). Alternativ gelangt man zur Hütte auch über den Klettersteig „Maria e Andrea Ferrari“ zur Ra Bujela.Von der Rifugio Pomedes westwärts zu großem Schotterkegel. Auf diesem rechtshaltend in Serpentinen hinauf zum Fuß der südwestlich ausgerichteten Felsstufen (2430 m), wo sich eine kleine Tafel an der Wand befindet (30 min.), die an den Steig während des 1. Weltkriegs erinnert. Über den Klettersteig (1,5 Std.) Giuseppe Olivieri auf den Bergrücken der Punta Anna.
Variante 1:
Nicht über den Klettersteig, sondern von der Pomedes-Hütte ostwärts unterhalb der Felswand auf dem Sentiero G. Oliviero Richtung Rifugio Vales, davor jedoch links abzweigen und westwärts im Linksbogen das Kar hinauf (2 Std.).
Variante 2:
Zufahrt auf schlechter Schotterpiste zur Rifugio A. Dibona (2083 m). Von dort auf dem Bergweg Nr. 403 zwischen den Tofanen nordwärts Richtung Rifugio Giussani an der Ruine ehemaliger Rifugio Cantore vorbei. Danach zweigt ein Pfad rechts ab. Auf diesem ostwärts, dann rechtsdrehend hinauf zum Bergrücken der Punta Anna (3,5 Std.).
Variante 3:
Vom Parkplatz Seilbahn Tofana di Mezzo in Cortina d’Amezzo bis zur 2. Zwischenstation Rifugio Ra Valles hinauf. Von dort auf rot signalisiertem Pfad südwärts zum Westabzweig im Hochkar und von dort zum Felskamm der Punta Anna (1,5 Std.).
Schwierigkeit: KS 4 ( D )
Vom Bergrücken der Punta Anna (2731 m) nordwärts, anfangs unschwierig links vom Felsgrat zum dritten Pomedes-Turm. Davor gibt es noch einen kaum sichtbaren Notabstieg nach links ins Vallon de Tofana. Weiter durch eine markante Verschneidung zur Ostfläche des Turms. Hir gibt es 2. Zwischenabstiegsmöglichkeit. In rechte Flanke nach Ra Valles hinab, stellenweise mit Sicherungsseil (Zustiegsvariante 3). Anschließend über luftigen Felsgrat auf einer Leiter steile Felsplatte hoch zur Ostwand des Torre Aglio (2972 m). Hier gibt es einen Abzweig („Cima“). Der Abstecher gerade hoch am Sicherungsseil führt steil zum Gipfel (30 min.), den man wieder abklettern muß. Vom Abzweig läuft man nordwärts auf schuttigem Band zu einer kleinen Scharte. Über diese mit einem Textilseil gesichert, geht’s anschließend steil Armkraft fordernd hinauf, dann quert man unter einem Felsdach nach rechts auf Reibung mit wenigen Trittmöglichkeiten am Felsbauch, ohne die Füße zu sehen, zu einem luftigen Felsabsatz. Auf dem Felsrücken klettert man dann in eine Senke (2910 m) über dem Felsenfenster (Bus de Tofana). Unmittelbar dahinter zweigt ein Pfad ab, der hinab in das Felsenloch führt. Auf dessen Westseite gibt es einen Steig über staubigen Splitt- und Sandkegel tief hinab ins Valon de Tofana zum Rifugio Giussani. Auf dem Klettersteig weiter, kommt man zur Felsflanke mit den Lawinengittern über dem Kar oberhalb des Skigebietes. Der alte Steig führte ostseitig vom Felsgrat über die Felsstufen hinweg durch die Schutzzäune.
Nun führt nach der Sandscharte (roter Pfeil) neues Sicherungsseil luftig über eine Querpassage nach links (westseitig) um die Felskante herum und eng unter einen Felsüberhang drunter. Dann auf Eisenbügeln hinauf zu einem Band. Von diesem quert man dann sehr luftig auf Trittbügel nach rechts zu nächster Felsstufe. Auf weiterem Felsband dann bis zu ein Felsloch. Durch dieses tritt man dann durch und trifft wieder auf den alten Steig darunter, der zu 2 Eisen-Leitern führt. Über diese hinauf zu nächstem Felsband. Über eine weitere Leiter dann auf den Felskamm. Danach flacht dieser ab. Trittspuren folgend und den Pfosten (zur Orientierung im Nebel) entlang gelangt man zum Plateau mit alten Kriegsstellungsresten und zum Gipfel mit dem Kreuz (3 Std.). Etwas unterhalb an dessen Ostseite befindet sich die Rifugio Cima Tofana (3191 m) direkt an der Bergstation der Luftseilbahn von Cortina d’Ampezzo.
Abstieg:
Mit der Seilbahn in 15 min. hinunter nur bis zur Mittelstation an der Rifugio Col Drusciè (1779 m). Von dort auf geschottertem Güterweg hinab zum Ristorante Pié Tofana am Parkplatz (20 min.).
KS-Set, Helm, ggfs. Steigeisen u. Eishandgerät, Regenbekleidung (das Wetter kann schnell umschlagen)
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Nr. 3 vom 26.09.2015
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