TourenFührer - Route

Gipfel: Jungfrau, 4158 m

philippo3

Route: Innere Rottalgrat

Innere Rottalgrat
Berg-/Hochtour (Sommer)
1400 m
6.0 Stunden
Route 439, Hochtouren Berner Alpen

Landschaftlich sehr schöner Aufstieg aus dem Rottal respektive von der Rottalhütte ausgehend (grandiose Lage im wilden Kessel des Rottals, Ausgangspunkt Stechelberg).
Obschon die Tour im oberen Teil durch Fixseile klettertechnisch erleichtert wird, darf man diesen Anstieg keinesfalls unterschätzen.
Gerade bei nassem oder vereistem Fels wird das Gelände sehr heikel. Zudem ist bedingt durch loses Gestein mit Steinschlag zu rechnen.

Auf einer Wegspur an den Fuss eines Felsbollwerkes im NW oberhalb der Hütte. Über leichte Felsen und Geröll zu Pt.2927(Steinmann) und dem anfangs fast ebenen, breiten Rücken des Inneren Rottalgrates auf Pfadspuren in
NE-Richtung bis zu einem plattigen Aufschwung folgen (ca.3160m.) Bis hier ist Weg durch Steinmänner und durch steinerne Käfer ("Himmugüegeli"/Marienkäfer) sowie einzelne Reflektoren markiert.
Der erste Abschnitt des hier steiler werdenden Grates, wird in einem leichten links-rechts Bogen über leichte, plattige Felsen und Schuttbänder (Achtung bei Nässe/Eis!) umgangen. Häufig kann man einem Band folgen welches in einer konstanten leichten Steigung (nicht zu direkt hoch stiegen) den Hang quert. Achtung ab hier sind zum Teil Bohrhaken einer Rettungsaktion vorhanden, diese Haken "folgen" aber nicht zwingend dem Routenverlauf! Auf 3250m dreht man sich in Richtung Gratschneide zu und erreicht diese je nach Verhältnissen früher oder später vor einem glatten Felskopf mit zwei alten Eisenstiften und einem Bohrhaken. Oberhalb des Felskopfes geht man über den beinahe flachen (meist Schnee-)sattel (ca. 3450m). Von hier gerade hinauf an den Beginn der ersten Fixseilstrecke (2 Fixseile), die schräg links ansteigend durch ein plattiges Kalkcouloir führt (Stellen III ohne Fixseilgebrauch).
Nach dem zweiten Seil über leichtere Gneisfelsen zuerst leicht links dann rechts (E) haltend empor (z.T. viel loses Gestein!).
Man erreicht so den Fuss einer steilen Felsbarriere die mit Hilfe des dritten Seils von links nach rechts erklettert wird (Anfangs Stellen IV ohne Fixseilgebrauch).
Nach dem Ende der Fixseilstrecke, scharf nach links (W) halten und leicht aufwärts bis zur Gratschneide des Usser Rottalgrat (1 Metallstift) klettern. Über das oberste Gratstück des Usser Rottalgrat in leichter Kletterei zum Beginn des Hochfirns Pt.3790.
Zuerst ein paar Meter steil aufwärts, dann über einen horizontalen Firngrat auf das Plateau.
Direkt über den steilen SW-Rücken hinauf (Firn, Schneecouloirs, leichte Felsrippen) bis zu einem kleinen Firnplateau. Über einen steilen Firnhang und je nach Schneemenge leichte Felsen direkt zum Gipfel.
Abstieg über Südostgrat und Rottalsattel (Sicherungsstangen!) zum Jungfraujoch/Mönchsjochhütte oder Richtung Konkordiahütten, Hollandiahütte.
Route 438, Hochtouren Berner Alpen. Dort mit "S" bewertet.
Ausrüstung für Hochtour, 2-3 Schlingen und Karabiner. 50m Seil für den Abstieg auf der Normalroute nützlich.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
topo.verlag Hochtouren Topoführer Berner Alpen (2016)
Rother Hochtouren Westalpen (2013)
 
ÖV-Zeiten von www.arrlee.ch
Nr. 13 vom 22.09.2014
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