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Verhältnisse vom 30.07.2019

Jungfrau (4158m): Innere Rottalgrat

HochtourAusgezeichneter Eintrag
2 Personen
5-20 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
machbar
Oben: Hart
Unten: Sulz
Routenfindung nach der Hütte auf den Grat dank guter Wegspur und den berühmten Marienkäfer-Markierungen (durch einige gut platzierte Reflektoren ergänzt) im dunklen gut zu finden (Auskundschaften am Vortag mit Materieldepot oben jedoch trotzdem empfehlenswert).
Durch den Schneefall am Sonntag waren die Bedinungen jedoch z.T. recht heikel. Im Bereich, wo man den ersten großen Felsaufschwung in der Flanke umgehen muss, lief unten Schmelzwasser über die Platten, etwas weiter oben (noch unterhalb der Fixseile; keine Sicherungsmöglichkeiten!) wurde dieses zu einer dünnen Eisschicht. Dadurch war es sehr schwierig, einen gangbaren Weg zu finden (und dabei immer wieder heikel). Ab den Fixseilen dann deutlich unproblematischer (wenn auch noch viel Schnee lag - siehe Bilder), da zwischen den Fixseilen (bzw. auch oberhalb des letzten Seils) vereinzelt Sicherungspunkte vorhanden bzw. gelegt werden können (bei trockenen Verhältnissen jedoch unnötig).
Durch die Verhältnisse im unteren Bereich haben wir viel Zeit verloren.
Ab dem Hochfirn perfekter Trittschhnee, die beiden Felsstufen inklusive Bergschrunde problemlos.
Wir waren erst kurz vor zwölf auf dem Gipfel (Aufbruch um 20 nach vier!), wodurch der Schnee im Absstieg sehr weich war. Haben teilweise über die Stangen abgeseilt, teilweise im Schnee runtergestiegen.
Unterhalb des Rottalsattels sind drei Spalten zu überwinden. Zwei hatten noch gangbare Brücken, über eine mussten wir springen.
Die Querung ist noch gut (zumindest, wenn der Schnee noch hart ist).
Nicht ganz unproblematisch ist der Übergang Gletscher/Felsstufe (wo es zum Regenmesser hochgeht). Was im Führer (Silbernagel; 2016) noch als Finrhang bezeichnet ist, ist nun eine steile 10 m - Blankeisquerung mit Schotter drauf.
Auf der Route nur durch Seilschaften. Aus den umliegenden Steilhängen stürzen zur Zeit Tag und Nacht Felsen runter.
Ist der untere Bereich wieder trocken, dann wird der Aufstieg sicher wieder einfacher. Wenn der Gipfelhang (oberhalb Rottalsattel) weiter ausapert, wird's stellenweise unangenehm. Die Spalten unterhalb des Rottalsattels werden größer, Ausweichvarienten sollte es aber geben (etwas weiter links sah es noch ganz gut aus, wenn auch steiler).
Tolle, fordernde Tour - vor allem bei den Bedingungen. Allerdings ist (wie beschrieben) die Steinschlaggefahr durch vorausgehende Seilschaften nicht unerheblich. Nach uns waren noch zwei Dreier-Seilschaften. Die erste haben wir im Abstieg gesehen. Die letzte hat vermutlich biwakiert!? (Hatten aber auch entsprechende Ausrüstung dabei) Wenn ihr das lest, könnt ihr mich ja kirz kontaktieren - würde mich interessieren. Die Rottalhütte war unglaublich! Vielen Dank, Dolf und Irene, für die überragende Gastfreundschaft!
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Letzte Änderung: 31.07.2019, 13:31Aufrufe: 4939 mal angezeigt

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