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WanderungGuter EintragMit GPS-Track
1 Person
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Die Traverse über die Munt da la Bescha bietet abseits der stark frequentierten Wanderrouten rund um den Ofenpass alles, was mein Herz begehrt: Weglos, viel Geröll, kurze Kletterei, Geröll-Surfing und eine schöne Aussicht ins Val Müstair.

Mit dem vollen ÖV-Bus geht es hoch zum Ofenpass und sehe bei "Ils Bügls" (P2021) in der Kurve ein verunfallter Töff, der soeben per Ambulanz ins Spital gebracht wurde. Die Maschine wies einen Totalschaden auf, der Mann darauf zum Glück weniger, denn sonst wäre die Rega gekommen...

Der Bus spuckt mich auf dem Ofenpass aus und ich flüchte schnellst möglichst vor dem starken Verkehr und Aufkommen an Leuten auf dem Wanderweg nach N (T2). Kurz nach P2311 hat der Wanderweg wegen den zwei Murgänge etwas gelitten (T3), doch es hat bereits jetzt schon ein paar Tritte für die Überquerung im Geröll.
Ich besuche noch kurz den Aussichtspunkt bei P2377 (T3) und kehre via Chaschlot zu P2393. Nun verlasse ich den Wanderweg und steige weglos zuerst auf Gras und später auf Kies nach SE zum Plateau bei P2474 (T4). Dieser Punkt liegt anscheinend auf einen ausgesetzten Turm, den ich gerne ein anders Mal besuchen werde.
Anschliessend steige ich nach E auf Wiese mit festem Geröll einfach hoch zu P2698.
Der Abstieg nach P2586 wäre nach N einfach, doch ich steige abkürzend steil über Schrofen und Sand direkt nach E hinab zur Mulde. Nun über Kies immer steiler hoch zum S-Grat des Munt da la Bescha (P2773), wobei mich hier eine ausgewaschene Rinne feste Steine offeriert und ich mich weiter oben unter den Felsen gut halten kann.

Kurz vor dem S-Grat versuche ich durch einen engen Spalt im Felsen einen direkten Weg zum Gipfel zu finden, unterlasse es jedoch kurz vor dem Ausstieg aufgrund von unstabilen Steinen im Spalt, die ich nicht auf mich auslösen möchte.
Somit wieder zurück und steile Traverse zum S-Grat.

Auf dem S-Grat nehme ich den überfälligen Schuhwechsel vor. Der steile Aufschwung vom S-Grat nach N darf nicht unterschätzt werden (Schlüsselstelle), denn auf den Felsen lauert viel Kies, den ich an manchen Stellen gerne poliert habe. Oben hat es zum Sichern ein Seil um einen Felsen herum (T5+, II). Nun einfach über Schrofen in 2 Minuten zum Munt da la Bescha (P2773) mit drei Stöcke.

Man erreicht diesen Gipfel trotz viel Geröll und Schutt einfacher von Norden!

Auf dem Gipfel steige ich kurz nach W und sehe, dass der Spalt gleich beim Grat gewesen wäre...

Vom Gipfel folge ich den Grat im Gehgelände nach E und steige anschliessend steil im Schutt und Geröll hinab. Ich sehe hier zwei Steinböcke, die mir den Weg immer brav unter den Felsen hinab gezeigt haben.

Ein Abstieg zum Wanderweg nach E ist trotz viel Schutt einfacher!

Ich folge eine gute Tierspur über viele Murgänge, bei denen die eine Traverse, aufgrund des hohen Randes, anspruchsvoll war (T5+). Weiter nach W wird die Spur immer besser und spätestens ab P2479 ist da klar von einem Pfad die Rede. Aufgrund der verpassten Busverbindung habe ich keine Eile und so hole ich bei 2400Hm noch etwas aus bis zum Wanderweg und spaziere dann gemütlich hinab zum Ofenpass, wo ich bereits nach zwei Minuten im Postauto einsteigen kann...
Schöne kleine Mittagstour, nach der jedoch die Waden vor lauter Geröllpulver gewaschen werden müssen!
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Letzte Änderung: 21.06.2026, 14:45Aufrufe: 433 mal angezeigt

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Munt da la Bescha (2773m)

Vom Ofenpass zum Munt da la Bescha

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