TourenFührer - Route

Gipfel: Zanaihorn, 2821 m

Zaza

Route: Valens - Oberzanai - Seeligrat, Punkt 2308 - Ostgrat

Valens - Oberzanai - Seeligrat, Punkt 2308 - Ostgrat
Alpine Wanderung
1881 m
5.0 Stunden
Genereller Hinweis:
Die Route muss selbständig gefunden werden, es sind keinerlei Markierungen vorhanden.

Vom Mülitobel südlich Valens auf dem Alpweg Richtung Lasa bis zum Dreher.
Schwierigkeit: T1, Alpweg.

Vom Dreher folgt man leicht fallend der Wegspur entlang des Baches und überschreitet diesen bald einmal. Ein nicht immer gut ausgeprägter Pfad führt nun in landschaftlich grossartiger Umgebung mit einigem Auf und Ab über Schneetrösli und Gurgelegg zum Säss Oberzanai.
Schwierigkeit: T3, Pfadspur, nicht immer gut sichtbar.

Vom Säss Oberzanai überschreitet man südwärts haltend den grasigen, mit Alpenrosen überwucherten Rücken der Sunnentalegg und steigt weiter südwärts haltend das Sunnental hoch bis etwa 2150 Meter. Nun ostwärts haltend erreicht man die Rossplanggen und den kaum mehr sichtbaren, auf der LKS aber korrekt eingezeichneten Pfad zum Übergang Richtung Vättnerberg. Den Pfad erkennt man nur andeutungsweise im Hang als mit Schutt überdeckte Spur, der man den Hang steil aufsteigend folgt. Auf 2200 Meter geht die Pfadspur kurz in einen gut ausgebildeten Weg über, der die Felsstufen waagrecht nach Osten hin in eine Einbuchtung in der Wand quert, sich aber anschliessend in deren Schutt sofort wieder verliert. Durch Schutt und Schrofen der Einbuchtung steigt man nun direkt zum Punkt 2308 im Seeligrat auf.
Schwierigkeit: T4, keine Begehungsspuren.
Hinweise:
Reicht die Zeit und/oder die Kondition nicht, lässt sich dieser Punkt problemlos auch von der Bahn auf den Vättnerberg her über Calvina und das Tal erreichen. Man verpasst so aber landschaftlich wunderschöne Teile des Anstiegs.
Schwierigkeit: T2, Weg und Weiden.
Ist die Wand eis- und schneefrei, kann auch direkt aus dem Sunnental über Schutt und leichte Schrofen der Punkt 2541 im Ostgrat des Zanaihorns erreicht werden.
Schwierigkeit: T4, keine Begehungsspuren.

Von Punkt 2308 an folgt man direkt dem Ostgrat des Zanaihorns. Lediglich eine kurze Felsstufe vor dem Punkt 2590 wird kurz südseitig umgangen, wobei man danach trachtet, so rasch wie möglich wieder den Grat zu erreichen. Ab 2650 Meter schwingt sich der Grat steil und brüchig zum Ostgrat-Gendarm auf. Diesen Teil und die darauffolgenden Stufen umgeht man besser Wildspuren folgend und stetig leicht ansteigend durch eine Querung über Schrofen und leichte Felsen in der Südostflanke. Den Ostgrat erreicht man so wieder im Bereich der letzten Felsstufen. Über den letzten Teil des Ostgrates und den Südrücken gelangt man leicht zum Gipfelkreuz.
Hinweis: Nach dem Ostgrat-Gendarm folgen vor dem Gipfel noch zwei weitere brüchige Stufen. Ihre Erkletterung ist heikel, die Umgehung am Fuss ebenfalls. Es scheint darum sinnvoller, gar nicht mehr zum Ostgrat zurückzugehen, sondern solange zu queren, bis man die Route durch die Südostflanke erreicht, welche auf den Südgrat führt.
Schwierigkeit: T5, mit Ausnahme von Wildspuren keine Begehungsspuren.
Bei guten Tourenbedingungen, wie man sie im Sommer normalerweise antrifft, ist nebst gutem Schuhwerk keine weitere Ausrüstung notwendig.
Bei erschwerten Verhältnissen wie Nässe, schattseitig gefrorenem Boden, Schneelage oder Vereisung - was gerne, aber nicht ausschliesslich im Frühsommer oder Herbst auftritt - führt der vernünftige Berggänger mindestens Grödel oder Steigeisen mit sich und passt sein Verhalten am Berg den aktuell herrschenden Verhältnissen an.

Betreffend Schwierigkeitsbewertung beachtet bitte die neue Berg- und Alpinwanderskala des Schweizerischen Alpenclubs (http://www.bergportal.ch/infos/SAC_Wanderskala.pdf).
Ergänze diese Route (Valens - Oberzanai - Seeligrat, Punkt 2308 - Ostgrat) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 6 vom 14.06.2015
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Hanspeter Willi, Zaza

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