TourenFührer - Route

Gipfel: Lauteraarhorn, 4042 m

Erik

Route: Lauteraargrat vom Schreckhorn, Abstieg über Schraubengang

Lauteraargrat vom Schreckhorn, Abstieg über Schraubengang
Berg-/Hochtour (Sommer)
1500 m
16.0 Stunden
Auf das Schreckhorn über den SW-Grat (Normalweg). Zeitbedarf ca. 5h.
Vom Gipfel des Schreckhorns zuerst über leichteres Gelände in den Schrecksattel. Die letzten Türme vor dem Sattel werden nordseitig umgangen. Mehrere Stangen wenige Meter unterhalb der Gratkante sollten nicht übersehen werden. Nicht zu tief queren da die im SAC-Führer genannten Eisfelder im August 2012 nur noch als Schneeflecken vorhanden sind und stattdessen heikles, brüchiges Gelände vorherrscht. Bis zum Schrecksattel vom Gipfel des Schreckhorns ca. 1h.
Vom Schrecksattel ab werden alle Türme im wesentlichen erklettert und wieder abgeklettert. Kletterschwierigkeit anhaltend II-III mit mehreren Stellen IV. Es stecken ganz wenige Normal/Bohrhaken. Absicherungsmöglichkeiten mit Cams (0,5-0,75-1) und Bandschlingen gut.
Zeitbedarf vom Schreckhorngipfel bis zum Lauteraarhorn ca. 5-6h. Um die Zeit zu halten muss der überwiegende Anteil der Kletterstrecke gemeinsam am Seil geklettert werden.
Vom Gipfel des Lauteraarhorns zuerst den SO-Grat absteigen. Am Fusse eines Turms beginnt eine gruselige Rinne die der Einstieg in den sogenannten Schraubengang darstellt. Vorsichtig in die Rinne hineinqueren und entweder am linken Rand der Rinne (in Abstiegsrichtung) oder auf einer Rippe rechts hinuntersteigen bis man in flacherem Gelände unter einem Pfeiler in die Südwand queren kann. Bei mehr als einer Gruppe ist unbedingt darauf zu achten daß die untere Gruppe schon in die Südwand hineingequert ist bevor die obere Gruppe weitersteigt. Die Rinne ist - obwohl sie von oben schlimmer aussieht als sie ist wenn man drin steht - objektiv gefährlich. Mitte August 2012 war die Rinne komplett schneefrei.
In der Südwand quert man nun leicht ansteigend (nicht zu tief halten) auf Steigspuren nach Westen auf eine erste Rippe (dort war im August 2012 ein Steinmann). Nun auf eine zweite Rippe zuhalten und diese entweder über ein Band im festen Fels oder ein kurzes Couloir (Steinmann am Ende) ersteigen. Von der zweiten Rippe über leichtes Gelände auf den SW-Grat oberhalb eines kleinen Firnfeldes.
Das Firnfeld an der Gratkante herab und unterhalb in die Westflanke absteigen. Der Einstieg ist nicht leicht zu finden (Reste von Steinmännern und weiter unten Reste von Schlingen). Man hält sich (in Abstiegsrichtung gesehen rechts) vom großen Wandausbruch (den man von oben nicht einsehen kann) und steigt rechtshaltend in steilem, gestuften, brüchigen Gelände ab bis man auf einer kleinen angedeuteten Schulter am Ende des unteren Teils des SW-Grat steht.
Nun geht es unschwierig teils über den Grat, teils auf Steigspuren unterhalb des Grates über den Punkt 3428 hinunter in das Strahleggjoch und weiter ins Gaag auf die Aufstiegsroute zum Schreckhorn. Zeitbedarf vom Gipfel des Lauteraarhorns bis zur Schreckhornhütte ca. 5-6h - für Wegkundige wohl auch weniger.
Die gesamte Tour sollte nur bei sicheren Wetterverhältnissen und schnellen Seilschaften unternommen werden.
Schraubengang heikel. Als Alternative könnte auch vom Lauteraarhorn zum Strahlegggletscher abgestiegen und dann über das Strahleggjoch zurück gegangen werden. Siehe Eintrag von Bruno Bösch (http://www.bergtour.ch/gipfelbuch/detail/id/43826)
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topo.verlag Hochtouren Topoführer Berner Alpen (2016)
Rother Hochtouren Westalpen (2013)
 
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Nr. 2 vom 21.08.2012
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