TourenFührer - Gipfel

Hanspeter Willi

Gipfel: Hoher Ifen/Hochifen, 2230 m.ü.M.

Hoher Ifen/Hochifen
2230 m.ü.M.
A - Vorarlberg
801033 | 248304 (Schweiz)
47:21:17:N | 10:5:59:E
ULK 8 Allgäuer Alpen Bayrisches Landesvermessungsamt
Der Gipfel baut sich als weitum auffällige, nach Norden hin aufgestellte und mit steilen Wänden abfallende Kalkplatte.
Er wird gemäss österreichischer Vermessung mit 2230 Meter, gemäss deutscher Vermessung mit 2229 Meter Höhe ausgewiesen.
Am höchsten Punkt findet sich ein Kreuz mit Gipfelbuch.

Aufbau:
Der Gipfel baut sich als sanft geneigtes Dach über rundum ausgeprägter, nicht allzu hoher, aber teilweise senkrechter Wandflucht, die nur in der Südflanke Unterbrechungen aufweist.
Nördlich vorgelagert ist das faszinierende Karrenfeld des Gottesackers. Diese als Naturschutzgebiet ausgeschiedene Landschaft erstreckt sich über eine Fläche von 3 auf 4 Kilometer und bildet eines der spektakulärsten Karstgebiete der Alpen.
Befremdend wirkt hingegen die von Osten her wenig sensibel die Landschaft verunstaltende Beförderungsanlage 'Ifen 2000', über die während der Saison vom österreichischen Kleinwalsertal aus massenweise meist unpassendes Volk ins Gebiet gelangt. Die hier mit einer dornartigen Ausbuchtung über den Gipfel des Hohen Ifens verlaufende Grenze zu Deutschland beschränkt hoffentlich auf Dauer einen weiteren Ausbau dieses Unsinns.

Gestein:
Gottesacker und Hoher Ifen gehören zum System der helvetischen Decken (Grünten-Teildecke des Helvetikums).
Fast die gesamte Oberfläche des Gottesackers sowie die Gipfelplatte des Hohen Ifens bauen sich aus Schrattenkalk.

Normalwege:
Von Süden ab Schwarzwasserhütte über den Eugen Köhler-Weg oder von Norden vom Gottesackerplateau aus über die Bresche im Osten der Ifenmauer.

Erste dokumentierte Besteigung:
Hierzu liegen keine Fakten vor. Auf Grund der relativ leichten Erreichbarkeit wurde der Gipfel sicherlich bereits seit alters her von Hirten und Jägern besucht.

Panorama:
Von Nordwest bis Nordost reihen sich die aus Nagelfluh gebauten nördlichen Ausläufer der Allgäuer Alpen.
Es folgen bis Südost die Hauptgipfel der Allgäuer Alpen, mit Teilen der Lechtaler Alpen im Hintergrund.
Gegen Süden zeigen sich der Widderstein sowie die Gipfel des Verwalls, mit Durchblicken in die Samnaungruppe und die Ötztaler Alpen.
Bis Südwest dominiert das Lechquellengebirge, dahinter die Silvretta und das Rätikon.
Die Glarner und Appenzeller Alpen mit dem Bregenzerwaldgebirge davor beschliessen bis Nordwest die Rundsicht.

Namensgebung:
'Ifen' könnte aus dem Vorarlberg stammen und die Bedeutung 'Steilabbruch' haben.

Eigenständigkeit des Gipfels - Prominenz: 478 m
Bezugsscharte: Gerachsattel (1752 m)
Prominence master: Widderstein (2533 m)
Definition: Meter über dem tiefsten Punkt zur nächsthöheren Erhebung.
Eigenständigkeit des Gipfels - Dominanz: 7.6 km
Dominance master: Kleiner Widderstein (2236 m)
Definition: Abstand zum nächstgelegenen, gleich hohen Punkt am Fuss oder Hang eines höheren Berges.
Ergänze diesen Gipfel (Hoher Ifen) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
WETTER-AUSBLICK
Wettervorhersage für Hoher Ifen (Quelle: meteomedia.de)
 
Nr. 5 vom 21.04.2018
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Tobias B., Hanspeter Willi